Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Das sechst alter der Werlt Blat CCIIII / Orden der aynsidler sant Augustins
| Artikel ID | DB1246 |
Titel | Das sechst alter der Werlt Blat CCIIII / Orden der aynsidler sant Augustins |
Beschreibung | Abbildung von Johannes Mesue, "Arzt" und weiteren 10 Abbildung wie Oben links der Orden der Augustiner-Eremiten. Dieser Orden wurde im 13. Jahrhundert in Mittelitalien gegründet. Papst Innozenz IV. vereinigte 1244 mehrere Eremitengemeinschaften in der Toskana, und Papst Alexander IV. schloss 1256 weitere Gemeinschaften zur sogenannten „Großen Union“ zusammen. Daraus entstand der Orden der Augustiner-Eremiten. Rückseite zeigt die Linie von Lucius III (Papst von 1181 bis 1185), Friedrich der Erste von Schwaben und einem Abt. Doppelblatt, gezeichnet von Michael Wolgemut, gestochen von Wilhelm Pleydenwurff. |
| Zeit | ca. 1493 |
Stecher | Schedel Hartman (1440-1515) |
Hartmann Schedel (1440–1515) aus Nürnberg ist vor allem für die 1493 erschienene Schedelsche Weltchronik („Liber chronicarum“) bekannt, ein universalhistorisches Werk mit 1809 Holzschnitten – das reich bebilderteste Buch der frühen Druckgeschichte. Die Chronik, von Schedel in Latein für die Kaufleute Sebald Schreyer und Sebastian Kammermeister verfasst, wurde von Georg Alt ins Deutsche übersetzt und von Anton Koberger gedruckt. Die Illustrationen stammen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff. Die Chronik beschreibt die Weltgeschichte bis 1492/93, gegliedert in acht Weltalter, und basiert auf zahlreichen Quellen, u.a. Jacobus Foresta und Eneas Silvio Piccolomini. Besonders bedeutsam sind die authentischen Städteansichten, die erstmals viele Städte detailgetreu zeigen. Pleydenwurff führte eine neue Perspektive ein, die Städte aus einem festen Blickwinkel darstellt, was die Einmaligkeit der Stadtbilder betont. Die Finanzierung erfolgte u.a. durch den Mäzen Sebald Schreyer. | |
Historische Beschreibung | Schon im alten Ägypten, Griechenland und Rom gab es Heilkundige. Der griechische Arzt Hippokrates (ca. 460–370 v. Chr.) gilt als „Vater der Medizin“. Im Mittelarter wurde Medizin oft in Klöstern praktiziert, stark beeinflusst von kirchlichen Dogmen. In der frühen Zeit gab es Fortschritte durch bessere Anatomiekenntnisse (z. B. Andreas Vesalius). Erste Krankenhäuser entstanden, und Ärzte begannen, sich stärker von Heilern und Badern abzugrenzen. Erst im 19. Jdt. Entwickelte sich die moderne Medizin. Durch Entdeckungen wie die Keimtheorie (Pasteur, Koch) und erste Impfungen (Jenner) wurden Ärzte wissenschaftlicher und wirksamer. Erst im frühen 20 Jhdt. Wurde Chemie zur Schlüsselwissenschaft – mit Anwendungen in Medizin, Industrie, Landwirtschaft. Entwicklung neuer Medikamente, Kunststoffe, Reinigungsmittel usw. Die Geschichte von Arzt und Chemie zeigt eine zunehmende wissenschaftliche Durchdringung des Gesundheitswesens. Während früher Erfahrung und Beobachtung dominierten, stehen heute Forschung, Technologie und Chemie im Zentrum der modernen Medizin. |
| Besonderheiten | Aus der berühmten Schedelschen Weltchronik, deutsche Ausgabe |
| Erscheinungsort | Nürnberg |
| Größe (cm) | 35,5 x 52 cm |
| Zustand | Wurmlöcher (6) fachmännisch hinterlegt |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Holzschnitt |


