Carte et description generale de Dauphine Avec les Confins des Pais et Provinces voisines.

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Artikel ID EUF5797

Titel

Carte et description generale de Dauphine Avec les Confins des Pais et Provinces voisines.

Beschreibung

Karte des königlichen Ingenieurs Jean de Beins, zeigt die historische Provinz Dauphiné (heute: Départements Isère, Drôme und Hautes-Alpes) in Frankreich. Eine Tite- und Meilenzeigerhartusche sowie eine Kartusche mit Widmung an den französischen König Louis XIII. Rückseite mit niederländischer Beschreibung.

Zeit

ca. 1630

Stecher

Hondius Hendrik (1597-1650)

Jodocus Hondius (Josse de Hondt) (1563 -1612 ) war ein flämischer Kartograph und Verleger von Atlanten und Karten und wurde als Sohn von Olivier de Hondt und Petronella d'Havertuyn im flandrischen Wakken geboren. Noch in seiner frühesten Jugend zog die Familie nach Gent, wo Jodocus im Alter von acht Jahren eine Lehre als Kupferstecher begann. Im Jahr 1584 floh Jodocus nach London, um den religiösen Wirren in Flandern im Zuge des Freiheitskampfs der Niederlande zu entkommen. In London lernte er bei Richard Hakluyt und Edward Wright, bevor er 1593 nach Amsterdam ging und sich dort auf die Produktion von Karten und Globen spezialisierte. Zwei seiner Globen hat Jan Vermeer in seinen Gemälden- Der Astronom und Der Geograph- verewigt. 1600 fertigte er einen Himmelsglobus an, der zwölf neue Sternbilder des Südhimmels zeigte, die von dem niederländischen Navigator Pieter Dirkszoon Keyser entdeckt worden waren. Im Jahr 1604 kaufte Hondius die Druckplatten von Mercators Weltatlas, der zu dieser Zeit an Popularität gegenüber dem Theatrum Orbis Terrarum von Abraham Ortelius zurückgefallen war. Hondius fügte ungefähr vierzig eigene Karten hinzu und veröffentlichte diese erweiterte Ausgabe ab 1606 unter dem Namen Mercators und seinem eigenen als Verleger. Dieser Atlas, der in mehreren Auflagen erschien, wird heute als Mercator-Hondius-Atlas bezeichnet.

Historische Beschreibung

Die Dauphiné ist eine historische Region im Südosten Frankreichs mit einer langen und eigenständigen Geschichte. In der Antike war das Gebiet von gallischen Stämmen besiedelt und wurde später Teil des Römischen Reiches. Nach dem Zerfall Roms geriet die Region unter wechselnde Herrschaften, darunter die Burgunder und Franken. Im Mittelalter entwickelte sich die Dauphiné zu einem bedeutenden Fürstentum des Heiligen Römischen Reiches. Besonders prägend war die Zeit der Dauphins von Viennois, nach denen die Region benannt ist. 1349 wurde die Dauphiné durch den Vertrag von Romans an die französische Krone verkauft. Seitdem trug der jeweilige Thronfolger Frankreichs den Titel „Dauphin“, was der Region große symbolische Bedeutung verlieh. Im 16. und 17. Jahrhundert war die Dauphiné ein Zentrum religiöser Konflikte zwischen Katholiken und Hugenotten. 1788 spielten die Ereignisse des Tuilentages von Grenoble eine wichtige Rolle als Vorläufer der Französischen Revolution. Heute ist die Dauphiné keine Verwaltungseinheit mehr, lebt aber kulturell und historisch weiter, vor allem in den heutigen Départements Isère, Drôme und Hautes-Alpes.

Erscheinungsort Amsterdam
Größe (cm)37,5 x 49,3 cm
ZustandFalz etwas restauriert
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich