Alsatia Landgraviatus cum utroque Marchionatu Badensi, Sundgovia Brisgovia,..

  • Translation

Artikel ID EUF5657

Titel

Alsatia Landgraviatus cum utroque Marchionatu Badensi, Sundgovia Brisgovia,..

Beschreibung

Karte zeigt das gesamte Elsass in seinen Grafschaften: Breisgau mit Freiburg, "Ortenavia" mit Offenburg, Landgrafschaft Sundgau (Oberelsass) und Unterelsass mit Strassburg sowie eine prächtige Titelkartusche, die von allegorischen Figuren und den Wappen des Elsass und Straßburgs umgeben ist.

Zeit

ca. 1740

Stecher

Seutter Matthias (1678-1757)

Matthias Seutter (1678- 1757) Augsburg. Neben Nürnberg ist Augsburg das bedeutsamste Zentrum der deutschen Kartenindustrie des 18. Jahrhunderts. Matthias Seutter stammt aus einer Augsburger Künstlerfamilie. Nachdem er eine Lehre bei dem bekannten deutschen Kartenstecher J.B. Homann in Nürnberg absolviert hat, eröffnet er in Augsburg eine eigene kartographische Anstalt und wird zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Homann. Dabei zieht er es vor, Kopien der Homannschen Karten zu veröffentlichen, anstatt selbst Karten anzufertigen. Sein erster Atlas erscheint im Jahre 1728, und sein Umfang wird durch Hinzufügung neuer Karten fortwährend vergrößert -Atlas novus-, -Atlas Minor""-(um 1744), -Großer Atlas-. Seutter druckt alles in allem ungefähr 130 Landkarten. Ebenso fertigt er Globen an. Nach seinem Tode führte sein Sohn Albrecht Karl und Schwiegersohn Conrad Tobias Lotter mit seinem Partner Johann Michael Probst, seinen Verlag weiter und veröffentlichte unter deren Namen weitere Werke.

Historische Beschreibung

Die Geschichte des Elsass, einer Region am westlichen Rand des deutschen Sprachraums, ist geprägt vom fruchtbaren Einfluss zweier der großen Kulturräume Europas: des germanischen (deutschen) und romanischen (französischen). Nach der Völkerwanderung zunächst germanisiert und in die kulturellen Strömungen der deutschen Geschichte einbezogen, geriet es seit der Neuzeit zunehmend unter die politische Kontrolle des französischen Königreichs. Hier enstanden verschiedenen Formen , das Herzogtum Elsass (7.–8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) und die frühneuzeitliche französische Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert). Das heutige Elsass wurde vor etwa 700.000 Jahren erstmals von Menschen besiedelt und war eine der Kernregionen der Kelten. Nach einer Zeit unklarer und wechselnder Herrschaftsverhältnisse wurde das Elsass bis zum 7 Jahrhundert Teil Alemanniens, das einen mehr oder weniger autonomen Verwaltungsbezirk des Frankenreiches darstellte. Spätestens 988 wurde das Elsass Teil des Herzogtums Schwaben, bei dem es bis zu dessen Ende 1250 verblieb. Nach 1250 entwickelte sich eine Vielzahl unterschiedlicher Territorien, die zwischen 1633 und 1697/1714 mehrheitlich unter französische Oberherrschaft gelangten. Die französische Provinz Elsass wurde eingerichtet, ihre Grenzen wichen von denen der früheren Landgrafschaften teilweise ab. Zu Beginn der Französischen Revolution wurden 1789 alle politischen Sonderrechte abgeschafft und 1790 die beiden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin geschaffen. Zwischen 1871 und 1918 gehörte das Elsass als Teil von Elsass-Lothringen zum von Preußen geführten deutschen Kaiserreich. 1918 kamen die beiden elsässischen Bezirke wieder als Départements zu Frankreich.

Erscheinungsort Augsburg
Größe (cm)57,5 x 49,5 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich