Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Tab. VI. Asiae Arabiam Felicem. Carmaniam ac. Sinum Persicum comprehendens"

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Artikel ID ASA059
Stecher Ptolemy/ Gerhard Mercator Claudius (1512-1594)
Gerhard Mercator (Kremer) (1512-1594), Kosmograph. Der seit 1552 in Duisburg ansässige Gerhard Mercator galt bereits in den Gelehrtenkreisen seiner Zeit als der bedeutendste lebende Kartograph. Das von ihm entwickelte Konzept „Atlas"" wurde typenbildend für eine ganze Schriftengattung. Weltkarten in der von ihm entworfenen „Mercator-Projektion"" waren bis zum Aufkommen des GPS („Global Positioning System"") für die Navigation in See- und Luftfahrt unverzichtbar. Bemerkenswert ist auch die rein privatwirtschaftliche Organisationsform dieser Wissenschaftsarbeiten. Von 1559 bis 1562 war er am neugegründeten Duisburger Akademischen Gymnasium, als Lehrer für Mathematik und Kosmografie tätig. Kurz vor seinem Tod vollendete Mercator das Hauptwerk, die Kosmografie Atlas, sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et fabricati figura, die postum 1595 von Mercators Sohn Rumold herausgegeben wurde. Bislang wurden hauptsächlich die Karten zur Kenntnis genommen, gelegentlich erschienen diese sogar ohne den Text. Besonders hervorzuheben ist die christologische Ausrichtung, die sich grundsätzlich von den mittelalterlichen Kosmografien bis zu Sebastian Münster unterscheidet.
Titel Tab. VI. Asiae Arabiam Felicem. Carmaniam ac. Sinum Persicum comprehendens"
Zeit ca. 1690
Beschreibung Karte der Arabischen Halbinsel mit dem Roten Meer und dem Persischen Golf.
Arabien, ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba, das zeitweise ganz Südwestarabien beherrschte und Kolonien in Eritrea und Tansania besaß. Im siebten Jahrhundert wurde der Islam zur dominierenden Religion der Halbinsel. Der islamische Prophet Muhammad wurde ungefähr 570 in Mekka geboren und begann 610 in der Stadt zu predigen, wanderte aber 622 nach Medina aus. Mohammed gründete ein neues einheitliches Gemeinwesen auf der arabischen Halbinsel, das unter den nachfolgenden Kalifaten von Rashidun und Umayyaden ein Jahrhundert der raschen Ausweitung der arabischen Macht weit über die arabische Halbinsel hinaus in Form eines riesigen muslimischen arabischen Reiches mit einem sich ausdehnenden Einflussbereich erlebte vom nordwestindischen Subkontinent über Zentralasien, den Nahen Osten, Nordafrika, Süditalien und die Iberische Halbinsel bis zu den Pyrenäen. Trotz seiner spirituellen Bedeutung wurde Arabien in politischer Hinsicht bald zu einer Randregion der islamischen Welt, in der die wichtigsten mittelalterlichen islamischen Staaten zu verschiedenen Zeiten in so weit entfernten Städten wie Damaskus, Bagdad und Kairo ansässig waren. Ab dem 10. Jahrhundert (und tatsächlich bis zum 20. Jahrhundert) behielten die haschemitischen Sharifs von Mekka jedoch einen Staat im am weitesten entwickelten Teil der Region, dem Hejaz, bei. Ihre Domäne umfasste ursprünglich nur die heiligen Städte Mekka und Medina, wurde jedoch im 13. Jahrhundert auf den Rest der Hejaz ausgedehnt. Obwohl die Sharifs im Hejaz größtenteils unabhängige Autorität ausübten, unterlagen sie gewöhnlich der Oberhoheit eines der großen islamischen Reiche der Zeit. Im Mittelalter gehörten dazu die Abbasiden von Bagdad sowie die Fatimiden, Ayyubiden und Mamluken von Ägypten.
Größe (cm)34 x 48
ZustandPerfekt, dem Alter entsprechend
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

270.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )