no title

  • Translation

Artikel ID OZ0473

Titel

no title

Beschreibung

Zehn Karten und eine Windrose auf einem Blatt. Sie zeigen Dusky Sound (ein Fjord in Neuseeland), Pitcairn im Pazifik, Wallis im südlichen Pazific (zwischen Fidschi und Samoa), I. des Cocos in Südostasien, I. de Pasques (Osterinseln), etc.

Zeit

ca. 1780

Stecher

Bonne Rigobert (1727-1795)

Rigobert Bonne (1727 -1795 ) war ein französischer Mathematiker und Kartograph. Über die von ihm geschaffenen Karten hinaus ist Bonne heute vor allem als Namensgeber für die unecht-zylindrische Kartenprojektion, die Bonnesche Projektion, bekannt. Im Jahr 1773 wurde Bonne als Nachfolger Jacques-Nicolas Bellins zum Ingenieur-Hydrographen des französischen Dépot de la Marine berufen. 1776 wurde er für seine Leistungen auf dem Gebiet der Seekartographie zum obersten Ingenieur-Hydrographen der französischen Marine ernannt. Bonnes 1780 in Genf erschienener Atlas de toutes les parties connues du globe terrestre ergänzte die Histoire Philosophique et Politique des Etablissements et du Commerce des Européens dans les deux Indes des Abbé Raynal. Zusammen mit Nicolas Desmaret veröffentlichte Bonne 1783 den Atlas de Geographie Ancienne.

Historische Beschreibung

Die eigentliche Besiedelung begann um 1500–1300 v. Chr. vermutlich von den Philippinen und Taiwan aus. Im Laufe vieler Jahrhunderte erreichten die Einwanderer eine Insel nach der anderen und dehnten das Siedlungsgebiet immer weiter nach Osten aus. Vor allem die Polynesier unternahmen von ihrem Kerngebiet, dem Inseldreieck Tonga-Fidschi-Samoa, ausgehend eindrucksvolle Entdeckungsfahrten. Mit ihren Auslegerkanus gelangten sie bis nach Hawaii, Neuseeland und im Osten des Pazifik bis zur Osterinsel. Die Geschichte dieser voreuropäischen Kolonialisation ist schwierig zu erforschen, da die Völker Ozeaniens keine Schrift besaßen. Nur einige mündliche Überlieferungen sind bis in die Neuzeit erhalten geblieben wie z. B. die Besiedlung Neuseelands durch Tama Te Kapua. Schriftliche Aufzeichnungen gibt es erst mit den europäischen Entdeckungsfahrten ab dem 16. Jahrhundert. Der europäische Entdeckergeist des 16. Jahrhunderts ist ausschlaggebend für zahlreiche Expeditionen. Zuerst steht die Erforschung einer Westroute über den Pazifik zu den reichen Handelszentren Asiens im Mittelpunkt. Später suchen vorwiegend spanische und portugiesische Abenteurer nach dem hypothetischen Südkontinent Terra Australis Incognita oder hoffen legendäre Reichtümer wie die Minen König Salomons zu finden. Aufgrund mangelhafter Navigationstechniken konnten manche der entdeckten Inselgruppen, z. B. die Salomonen, nicht mehr wiedergefunden werden und gerieten in Vergessenheit. Ende des 16. Jahrhunderts beginnen auch die Niederländer mit der Erforschung Ozeaniens. Im 17. Jahrhundert ist den Europäern immer noch ist einiges im Pazifik unbekannt und vor allem die Geschichten der Heimkehrer über das Paradies, locken immer mehr Seeleute an. Die Motivation, neue Welten zu bereisen, ist zwar groß, geht aber Hand in Hand mit der Gier nach den unberührten Bodenschätzen der neuen Welt. Die Kirche macht sich unterdessen Sorgen wegen der „Vermischung“ mit den Heidenvölkern, ist aber gleichwohl am Seelenheil der „Wilden“ interessiert. Sie reagiert, indem sie die Unzucht mit den Einwohnern öffentlich diskreditiert und Missionare delegiert, die den Fahrten beistehen sollen. Im 18 Jahrhudert sind nur noch wenige Inselnunentdeckt, dennoch finden Weltumsegler wie Louis Antoine de Bougainville, James Cook und andere noch einige unerforschte Gebiete. Hinzu kommt, dass von den Entdeckungen des 16. Jahrhunderts einiges wieder in Vergessenheit geriet. Einige machten sich nun daran, die Inseln mit modernen Mitteln zu kartieren.

Erscheinungsort London
Größe (cm)24 x 34 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

45.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )