Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Mappe-Monde ou Carte Generale de la Terre, Dressée sur les observations de Mrs. De l’Academie Royale des Sciences.

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Artikel ID W0325
Stecher Fer, de Nicolas (1646-1720)
Nicolas de Fer ( 1646 - 1720 in Paris) war einer der führenden französischen Kartographen und Kartenverleger Ende des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts. Nicolas de Fer, der jüngste Sohn des Pariser Druckers und Kartenverlegers Antoine de Fer, begann im Alter von zwölf Jahren eine Ausbildung zum Kupferstecher und nach dem Tode seines Vaters im Jahr 1673 übernahm er dessen Verlag. Dieser nahm der unter seiner Führung innerhalb weniger Jahre großen Aufschwung. De Fer schuf zahlreiche Atlanten und spezialisierte sich auf die Veröffentlichung von Drucken zu damaligen aktuellen Ereignissen: Karten von Grenzverläufen oder neueroberten Gebieten sowie Karten von Städten, die vom französischen Festungsbaumeister Vauban ausgebaut wurden. Dabei profitierte de Fer von seinem guten Verhältnis zum französischen Hof und wurde 1691 offizieller Geograph des französischen Dauphin, 1702 des Herzogs von Anjou – des späteren spanischen Königs – und zuletzt des französischen Königs selbst. Das Firmenzeichen de Fers war die sogenannte „Sphère royale“, eine Armillarsphäre, die auf zahlreichen seiner Publikationen abgedruckt wurde. Sein Hauptwerk, der Atlas Curieux erschien erstmals im Jahr 1700 in Paris und erlebte bis 1717 zahlreiche Neuauflagen. Bei seinem Tode im Jahr 1720 hinterließ er drei verheiratete Töchter. Seine Schwiegersöhne, der Papierhändler Guillaume Danet und der Kupferstecher Jacques-François Besnard (auch: „Bénard“) führten, jeder auf eigene Rechnung, die Geschäfte de Fers weiter.
Titel Mappe-Monde ou Carte Generale de la Terre, Dressée sur les observations de Mrs. De l’Academie Royale des Sciences.
Zeit ca. 1700
Beschreibung Karte zeigt die gesamte Welt in zwei Hemisphären mit neun Portrais (wie z. B. Christoph Kolumbus, Ferdinand Magellan, etc.)
Als das Zeitalter der Entdeckungen bezeichnet man populärwissenschaftlich den Zeitraum etwa vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Die Epoche wird zur Frühen Neuzeit gerechnet und befasst sich vornehmlich mit den Erkenntnissen von Seefahrern und von Forschungsreisenden. Die Vorstellung vom Zeitalter der Entdeckungen ist geprägt von Seefahrten und Entdeckungen in Übersee. Es umfasst inhaltlich aber auch die Astronomie, die mit den Namen unter anderem von Tycho Brahe, Nikolaus Kopernikus, Isaac Newton und Johannes Kepler verbunden ist. Auch Giordano Bruno und Galileo Galilei gehören hierzu. Nicht nur die Seefahrer mit ihren Entdeckungen, sondern auch sie bewirkten Veränderungen des Weltbildes. Manche Motive waren religiöse, so z. B. dass das Christentum in der Neuen Welt verbreitet werden sollte (Missionierung). Auch erwarteten die europäischen Großmächte zugleich eine Erweiterung ihres politischen Einflussbereiches. Das wird deutlich an den überseeischen Kolonien unter anderem der Spanier, Portugiesen, Engländer, Holländer und Franzosen. Ein Beispiel gibt hierfür auch der Vertrag von Tordesillas aus dem Jahre 1494. Er regelte die Verteilung der entdeckten Länder zwischen Portugal und Spanien. Die globale Erkundung begann mit den portugiesischen Entdeckungen der atlantischen Archipele von Madeira und den Azoren in den Jahren 1419 und 1427, der afrikanischen Küste nach 1434 und dem Seeweg nach Indien im Jahr 1498; und von der Krone von Kastilien (Spanien) die transatlantischen Reisen von Christoph Kolumbus nach Amerika zwischen 1492 und 1502 und die erste Weltumrundung in den Jahren 1519–1522. Diese Entdeckungen führten zu zahlreichen Flottexpeditionen über den Atlantik, den Indischen und Pazifischen Ozean sowie zu Landexpeditionen in Amerika, Asien, Afrika und Australien, die bis ins späte 19. Jahrhundert andauerten, gefolgt von der Erforschung der Polarregionen im 20. Jahrhundert. Die europäische Erkundung in Übersee führte zum Aufstieg des Welthandels und der europäischen Kolonialreiche, wobei der Kontakt zwischen der Alten Welt (Europa, Asien und Afrika) und der Neuen Welt (Amerika und Australien) den kolumbianischen Austausch hervorbrachte, einen breiten Pflanzentransfer , Tiere, Lebensmittel, menschliche Populationen (einschließlich Sklaven), übertragbare Krankheiten und Kultur zwischen der östlichen und westlichen Hemisphäre. Das Zeitalter der Entdeckung und die spätere Erforschung Europas ermöglichten die Kartierung der Welt, was zu einer neuen Weltanschauung und fernen Zivilisationen führte, aber auch zur Ausbreitung von Krankheiten, die Bevölkerungsgruppen dezimierten, die zuvor nicht mit Eurasien und Afrika in Kontakt standen, und zur Versklavung , Ausbeutung, militärische Eroberung und wirtschaftliche Dominanz Europas und seiner Kolonien gegenüber einheimischen Bevölkerungsgruppen. Es ermöglichte auch die Ausweitung des Christentums.
Erscheinungsort Paris
Größe (cm)23 x 34 cm
ZustandMontiert
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

90.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )