Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Le Pays des Hottentots aux Environs du Cap de Bonne Esperance

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Artikel ID AF0435
Stecher Bellin Jacques Nicolas (1703-1772)
Jacques-Nicolas Bellin (1703 Paris -1772 Versailles) war ein französischer Kartograph, Ingenieur-Geograph, Hydrograph der Marine. Als Beiträger zur Encyclopédie verfasste er mehr als tausend Artikel über maritime Themen. Als Kartograph zeichnete Bellin sich vor allem auf dem Gebiet der Seekartographie aus. Ab 1721 arbeitete er für das Dépot des Cartes et Plans de la Marine, von 1741 bis zu seinem Tod als Ingenieur-Hydrograph der Marine. Im Jahr 1753 erschien sein Atlas Neptune français, der alle Küsten Frankreichs abbildete, 1756 die alle Meere der Erde betreffende Hydrographie françoise. Im Jahr 1764 erschien der fünfbändige Petit Atlas maritime, den Bellin auf Befehl des Marineministers Choiseul anfertigte. Darüber hinaus verfasste er eine Reihe geographischer Werke und mit Nouvelle méthode pour apprendre la géographie (1769) ein geographisches Lehrbuch für den Unterricht. Seine Karten illustrierten unter anderem Bougainvilles 1771 erschienenes Werk Voyage autour du monde. Als Mitautor der von Diderot und d'Alembert herausgegebenen Encyclopédie verfasste Bellin mehr als tausend Artikel aus dem Gebiet der Schifffahrt und Marine.
Titel Le Pays des Hottentots aux Environs du Cap de Bonne Esperance
Zeit ca. 1770
Beschreibung Karte zeigt die Tafelbucht im Atlantik mit der Insel Robben Island und dem Kap der Guten Hoffnung mit der Küstenstadt Kapstadt und seinem Wahrzeichen dem Tafelberg in Südafrika.
Das Kap der Guten Hoffnung ist ein sehr markantes Kap nahe der Südspitze Afrikas, das einst wegen seiner Klippen gefürchtet war. Bartolomeo Diaz nannte die felsige Landzunge, die mehr als 20 Kilometer ins Meer ragt, Cabo das Tormentas (Kap der Stürme). Der portugiesische König Johannes II. soll ihr den neuen Namen gegeben haben, weil er zu Recht hoffte, dass nun der Seeweg nach Indien entdeckt worden sei. Nach Durchsicht der wenigen noch vorhandenen Dokumente sind sich die Historiker heute uneinig, ob Diaz nicht schon den Namen Cabo da Boa Esperança (Kap der Guten Hoffnung) verwendet hatte. Erstmals von einem Europäer gesichtet wurde das Kap im April 1488 durch den portugiesischen Seefahrer und Entdecker Bartolomeu Diaz, als er bereits die Südspitze Afrikas (weit vor der Küste) umrundet hatte und auf dem Rückweg nach Norden war. Diaz war im Sommer 1487 mit zwei Karavellen und einem Versorgungsschiff zu einer streng geheimen Entdeckungsreise aufgebrochen. Aufgrund der verordneten Geheimhaltung der Entdeckungsreise existieren keine schriftlichen Aufzeichnungen. Mit der Eröffnung des Suezkanals im November 1869 verlor die Route um die Südspitze Afrikas plötzlich an Bedeutung.
Erscheinungsort Paris
Größe (cm)24,5 x 35 cm
ZustandFaltstelle mittig, perfekt restauriert
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

33.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )