Landgraviatus Alsatiae tam Superioris quam Inferi cum utroque Marchionatu Badensi..

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Artikel ID EUF5659

Titel

Landgraviatus Alsatiae tam Superioris quam Inferi cum utroque Marchionatu Badensi..

Beschreibung

Karte zeigt das gesamte Elsass in seinen Grafschaften: Breisgau mit Freiburg, "Ortnau" mit Offenburg, Hanau, Landgrafschaft Sundgau (Oberelsass) und Unterelsass mit Strassburg und Baden. Des Weiteren eine prächtige Titelkartusche, die von allegorischen Figuren und dem Wappen des Elsass umgeben ist.

Zeit

ca. 1720

Stecher

Homann Johann Babtiste (1664-1724)

Johann Babtiste Homann (1664- 1724), Nürnberg. Im Jahr 1702 gründete er einen Handel und einen Verlag für Kartographie in Nürnberg, der zahlreiche Globen und Karten publizierte. Eine erste Zusammenstellung erschien 1707. Homann lieferte etwa 200 Karten, darunter den Großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicus (1719) in 18 Blättern. Bekannt wurde seine Phantasiekarte accurata tabulae utopiae vom Schlaraffenland nach der fiktiven Reisebeschreibung Johann Andreas Schnebelin ( 1706). Daneben fertigte er auch Armillarsphären und andere mechanische Kunstwerke. Homann unterbot die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Seine Karten waren mit reichem künstlerischem Beiwerk sowie historischen und ethnographischen Abbildungen ausgestattet.

Historische Beschreibung

Die Geschichte des Elsass, einer Region am westlichen Rand des deutschen Sprachraums, ist geprägt vom fruchtbaren Einfluss zweier der großen Kulturräume Europas: des germanischen (deutschen) und romanischen (französischen). Nach der Völkerwanderung zunächst germanisiert und in die kulturellen Strömungen der deutschen Geschichte einbezogen, geriet es seit der Neuzeit zunehmend unter die politische Kontrolle des französischen Königreichs. Hier enstanden verschiedenen Formen , das Herzogtum Elsass (7.–8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) und die frühneuzeitliche französische Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert). Das heutige Elsass wurde vor etwa 700.000 Jahren erstmals von Menschen besiedelt und war eine der Kernregionen der Kelten. Nach einer Zeit unklarer und wechselnder Herrschaftsverhältnisse wurde das Elsass bis zum 7 Jahrhundert Teil Alemanniens, das einen mehr oder weniger autonomen Verwaltungsbezirk des Frankenreiches darstellte. Spätestens 988 wurde das Elsass Teil des Herzogtums Schwaben, bei dem es bis zu dessen Ende 1250 verblieb. Nach 1250 entwickelte sich eine Vielzahl unterschiedlicher Territorien, die zwischen 1633 und 1697/1714 mehrheitlich unter französische Oberherrschaft gelangten. Die französische Provinz Elsass wurde eingerichtet, ihre Grenzen wichen von denen der früheren Landgrafschaften teilweise ab. Zu Beginn der Französischen Revolution wurden 1789 alle politischen Sonderrechte abgeschafft und 1790 die beiden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin geschaffen. Zwischen 1871 und 1918 gehörte das Elsass als Teil von Elsass-Lothringen zum von Preußen geführten deutschen Kaiserreich. 1918 kamen die beiden elsässischen Bezirke wieder als Départements zu Frankreich.

Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)58 x 48,3 cm
ZustandRand unten etwas restauriert
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich