Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Herzogthumb Pommern

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Artikel ID EUD1883
Stecher Sanson Nicolas (1600-1667)
Nicolas Sanson, der Ältere (1600 - 1667) war ein französischer Kartograph. Er gilt als der Vater der Geographie in Frankreich. Sein Sohn Nicolas Sanson (1626–1648, starb während der Fronde. Nach des Vaters Tod, führten zwei weitere Söhnen Adrien Sanson und Guillaume Sanson zusammen mit seinem Neffen Pierre Duval (1619–1683), dem Enkel Pierre Moulard Sanson sowie Hubert Jaillot und Gilles Robert de Vaugondy (1688–1766) die Arbeit fort.
Titel Herzogthumb Pommern
Zeit ca. 1654
Beschreibung Karte zeigt gesamt Pommern mit der Insel Rügen
Der Name Pommern ist die eingedeutschte Form eines slawischen Landschaftsnamens, der von einer slawischen Phrase mit der Bedeutung „am Meer“ abgeleitet ist. Vor der Völkerwanderung war das spätere Pommern von den ostgermanischen Stämmen der Rugier (seit dem 6. Jahrhundert vor Chr.) im Westen und der Goten (seit etwa 100 vor Chr.) im Osten besiedelt. Als große Teile derselben im Zuge der Völkerwanderung neue Sitze im Süden aufsuchten, ließen sich dort ab dem Ende des 5. Jahrhunderts slawische Stämme nieder. Im 12. und 13. Jahrhundert erfuhr das Reichslehen Pommern im Zuge der Eingliederung in die kirchlichen und weltlichen Strukturen des Reiches und die massive Ansiedlung von Deutschen und Flamen im Zuge der Ostsiedlung eine sowohl demographische als auch eine wirtschaftliche und kulturelle Zäsur. Es wurde Teil des niederdeutschen Sprachraums. Förderer dieser Entwicklung waren die Herzöge aus dem slawischen Haus der Greifen, die Einwohnerzahl und Steuerkraft ihres Lehens steigern wollten. Zahlreiche Klöster, Städte und Dörfer wurden neu gegründet oder erweitert und damit in etwa die heutige Besiedlungsstruktur geschaffen. Ab 1534 hielt in Pommern die Reformation Einzug. Durch die Einziehung der umfangreichen kirchlichen Ländereien erweiterten die Herzöge ihre Machtposition. Durch den Westfälischen Frieden 1648 kam Hinterpommern an Brandenburg, und Vorpommern wurde zu Schwedisch-Pommern. Das Land war geteilt und lag wirtschaftlich darnieder. Während des Schwedisch-Polnischen Krieges (1655–1660) und auch im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg (1674–1679) wurde das Gebiet von schwedischen Truppen besetzt, und es wurden die zu Festungen ausgebauten größeren Städte Stettin, Stralsund und Greifswald belagert. Dabei gelang dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. 1678 die Eroberung ganz Schwedisch-Pommerns. Obwohl ihm die Landstände bereits gehuldigt hatten, musste er auf Druck Frankreichs im Frieden von Saint-Germain auf die eroberten Gebiete mit Ausnahme des schmalen Landstreifens östlich der Oder verzichten. Brandenburg und später das Königreich Preußen verzichteten nie auf die Ansprüche auf das gesamte Pommern. Nach dem Ende des Großen Nordischen Krieges (1700–1721) kam Vorpommern südlich der Peene mit den Inseln Usedom und Wollin zum Königreich Preußen, das dieses Gebiet bereits seit 1713 unter Sequester verwaltete. Mehrmals wurden Grenzen verschoben doch mit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland wurde am im Oktober 1990 das Land Mecklenburg-Vorpommern neu konstituiert, allerdings mit wiederum verändertem Gebietszuschnitt.
Erscheinungsort Paris
Größe (cm)32,5 x 50,5
ZustandPerfekt, dem Alter entsprechend
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

52.50 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )