Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Von beheyligung des sibenden tags / Vom werck des ii tags Das ii. Blat
| Artikel ID | WS0351 |
Titel | Von beheyligung des sibenden tags / Vom werck des ii tags Das ii. Blat |
Beschreibung | Vorderseite beschreibt den fünfte und sechsten Tag der Schöpfung. Oben links zeigt die Abbildung den fünften Tag mit den Fischen und allen Arten von Wassertieren sowie die Vögel in der Luft. Rechts der sechste Tag auf der Erde mit Tieren und dem Mensch. Rückseite Abbilung zum siebten Tag der Schöpfung, ein geozetrisches Weltbild (lat. Titel: de sancificatione septime viei). Aus Liber chronicarum, des sogenannten kleinen Schedel herausgegeben von Johann Schönsperger d. Ä., 1497. Der erste große Raubdruck in der Geschichte des Buchdrucks. |
| Zeit | ca. 1497 |
Stecher | Schedel Hartman (1440-1515) |
Hartmann Schedel (1440–1515) aus Nürnberg ist vor allem für die 1493 erschienene Schedelsche Weltchronik („Liber chronicarum“) bekannt, ein universalhistorisches Werk mit 1809 Holzschnitten – das reich bebilderteste Buch der frühen Druckgeschichte. Die Chronik, von Schedel in Latein für die Kaufleute Sebald Schreyer und Sebastian Kammermeister verfasst, wurde von Georg Alt ins Deutsche übersetzt und von Anton Koberger gedruckt. Die Illustrationen stammen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff. Die Chronik beschreibt die Weltgeschichte bis 1492/93, gegliedert in acht Weltalter, und basiert auf zahlreichen Quellen, u.a. Jacobus Foresta und Eneas Silvio Piccolomini. Besonders bedeutsam sind die authentischen Städteansichten, die erstmals viele Städte detailgetreu zeigen. Pleydenwurff führte eine neue Perspektive ein, die Städte aus einem festen Blickwinkel darstellt, was die Einmaligkeit der Stadtbilder betont. Die Finanzierung erfolgte u.a. durch den Mäzen Sebald Schreyer. | |
Historische Beschreibung | Die Bibel kennt den altorientalischen Gedanken einer Schöpfung durch Sieg der Gottheit über eine Chaosmacht. Die Priesterschrift beginnt mit dem Sechstagewerk der Schöpfung. Trennung von Licht und Finsternis, Schöpfung des Himmelsgewölbes, Trennung von Festland und Meer sowie Pflanzenwachstum auf der Erde, Schöpfung der Himmelskörper, Erschaffung der Tiere des Wassers und der Luft, Schöpfung der Landtiere sowie Menschenschöpfung. Die Ruhe Gottes am siebten Tag ist Ziel der Erzählung. Daran schließen sich direkt der Stammbaum Noachs und die Sintfluterzählung an. Schöpfungs- und Sintfluterzählung ergänzen sich. Am Anfang war alles öde und ohne Leben. Wasser bedeckte das Land und überall war es dunkel. Nur Gott war da und er schuf Himmel und Erde. Am ersten Tag sprach er: „Es werde Licht!“. Am zweiten Tag sprach Gott: „Über der Erde soll ein Himmel sein!“. Am dritten Tag befahl Gott: „Das Wasser auf der Erde soll sich sammeln!“. Am vierten Tag sprach Gott: „Es werden Lichter am Himmel sein, die den Tag und die Nacht unterscheiden. Die Sonne am Tag, Mond und Sterne in der Nacht.“. Am fünften Tag sagte er: „Fische sollen im Wasser schwimmen und alle Arten von Wassertieren, in der Luft da sollen Vögel fliegen!“. Am sechsten Tag aber sprach Gott: „Auf der Erde sollen auch Tiere leben!“ An diesem Tag schuf Gott auch den Menschen, einen Mann und eine Frau. Am siebten Tag aber ruhte Gott von seiner Arbeit aus. Er hatte sein Schöpfungswerk vollendet. |
| Besonderheiten | Deutsche Ausgabe, selten |
| Erscheinungsort | Augsburg |
| Größe (cm) | 24 x 14,7 cm |
| Zustand | Wurmlöcher fachmännisch hinterlegt |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Holzschnitt |


