Veduta della Basilica di S Giovanni Laterano.

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Artikel ID EUI4420

Titel

Veduta della Basilica di S Giovanni Laterano.

Beschreibung

Ansicht der Lateranbasilika (italienisch: Basilica San Giovanni in Laterano), sie ist die Kathedrale des Bistums Rom.

Zeit

ca. 1750

Stecher

Piranesi Francesco (1758-1810)

Francesco Piranesi war der Sohn des Graveurs, Archäologen und Architekten Giovanni Battista Piranesi. Wie sein Vater schuf er in der Stadt Rom Radierungen von Denkmälern, wobei er wie sein Vater alten Gebäuden und Kunstwerken besondere Aufmerksamkeit schenkte. 1785 zeichnete er auch den ersten kommerziell erhältlichen Plan von Pompeji, der bis 1793 in zwei weiteren, überarbeiteten Versionen veröffentlicht wurde. Er machte auch Bilder von verschiedenen architektonischen Denkmälern in Pompeji, wie dem Grab der Priesterin Mamia oder dem Tempel der Isis. Piranesi begleitete seinen Vater auf zwei Reisen zu den antiken römischen Ruinen in Paestum, Pompeji und Ercolano, zuerst 1770 und erneut 1778. Dabei war er Teil einer Gruppe von Graveuren, die mit Benedetto Mori und dem Architekten Augusto Rosa zusammenarbeiteten der Erfinder der Felloplastica, der Kunst, maßstabsgetreue Modelle antiker Denkmäler aus Kork zu konstruieren. Giovanni Battista schuf eine Reihe von vorbereitenden Zeichnungen über Paestum, die von Francesco fertiggestellt wurden. Nach dem Tod seines Vaters, kurz nach der zweiten Reise, erwarb Francesco den Verlag seines Vaters und war für den Druck der meisten späteren Ausgaben seiner Drucke verantwortlich. Piranesi arbeitete mit dem französischen Künstler Louis Jean Desprez an einer Reihe von Ansichten von Neapel, Pompeji und Rom zusammen, die 1783 als Dessins Coloriés beworben und in Piranesis Laden in Rom verkauft wurden. Obwohl die Anzeige von 1783 48 Aufrufe versprach, wurde die Serie nicht fertiggestellt, bevor Desprez Rom verließ, um bei König Gustav III. Von Schweden angestellt zu werden. In den folgenden Jahren baute Piranesi seinen Ruf vor allem auf seinen Stichen antiker Statuen auf. 1798 ging er nach Frankreich, wo er während der Französischen Revolution lebte. Die Besetzung der italienischen Halbinsel durch die französische Revolutionsarmee im Jahr 1798 führte zur Gründung der kurzlebigen römischen Republik. Piranesi gewann bald die Bewunderung der französischen Beamten, die die Republik leiteten, und wurde Regierungsbeamter. Als die Republik im folgenden Jahr zusammen mit seinem jüngeren Bruder Pietro fiel, zog er nach Paris, wo er bald die Bewunderung von Talleyrand erlangte. Sie eröffneten dort eine neue Niederlassung des Familienunternehmens namens Piranesi Frères, die eine Reihe von Terrakotta-Vasen schmückte, die nach dem Vorbild der alten etruskischen Werke von Joseph Bonaparte hergestellt wurden. 1807 verkaufte Pietro Piranesi seinen Anteil an der Firma und kehrte nach Rom zurück. Francesco hatte danach schwere Zeiten. Der Kaiser Napoleon kam ihm zu Hilfe und erließ ein kaiserliches Dekret, das die Summe von 300.000 französischen Franken gewährte, unter der Bedingung, dass Piranesi sich ausschließlich seiner Gravur widmete und dann als die beste in Europa galt. Er starb jedoch unerwartet in Paris, bevor er seinen Vertrag erfüllen konnte.

Historische Beschreibung

Rom wurde erstmals im 1. Jahrhundert v. Chr. vom Dichter Tibull „Ewige Stadt“ genannt. Nach der Gründungssage wurde Rom am 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte demnach später seinen Zwillingsbruder Remus um, als sich dieser über die von Romulus errichtete Stadtmauer belustigte. Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich also nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius. Heute erstreckt sich das Stadtgebiet auch über die bekannten Hügel Gianicolo, Vaticano und Pincio. Im 1. Jahrhundert n. Chr. war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geografisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein ausgebautes Straßennetz und funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles), die als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Seit Pippin erlangte Rom neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentumsneben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch den Sacco di Roma („Plünderung Roms“) unterbrochen. In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Paläste und Plätze mit Brunnen und Obelisken. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt. 1849 stationierte Frankreich Truppen im Kirchenstaat. Im Sommer 1870 – gerade war Sitzungspause des Ersten Vatikanischen Konzils – zog Frankreich diese nach seiner Kriegserklärung gegen Preußen aus Rom ab. Italienisches Militär nutzte die Gelegenheit und marschierte fast kampflos im Kirchenstaat ein; es entmachtete den Papst politisch und proklamierte wenig später Rom zur Hauptstadt Italiens.

Erscheinungsort Rom
Größe (cm)38 x 52 cm
ZustandOben etwas restauriert
Kolorits/w
TechnikKupferstich

Nachdruck:

105.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )