Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Usbeckische Tartaren

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Artikel ID AST1213
Stecher Marstaller G.F.
Titel Usbeckische Tartaren
Zeit ca. 1700
Beschreibung Die Karte zeigt eine Darstellung typischer Einwohner in ihren traditionellen Kostümen usbeckischer Tartaren.
Der Gegensatz zwischen Nomaden und sesshaften Oasenbauern prägte das Land Baktrien schon in der Antike. Zu erwähnen sind griechische Einflüsse durch das Alexanderreich im 4. Jahrhundert v. Chr., buddhistische Einflüsse durch die Seidenstraße und die Nähe zu Indien. Seit der Antike verlief ein Teil der Seidenstraße durch das heutige Usbekistan. Diese war zeitweise der wichtigste Verkehrs- und Handelsweg über Land von Europa und dem Nahen Osten nach Ostasien. Im Zuge der arabischen Expansion, der Islam setzte sich ab dem Beginn des 8. Jahrhunderts durch, wurden die damals bestehenden kleinen sogdischen Herrschaftsgebiete eingegliedert. So konnte sich der Islam als Folge der arabischen Eroberung von Qutaiba ibn Muslim etablieren. Kleine sogdische Herrschaftsgebiete wurden inkorporiert und im Jahr 751 gehörte Transoxanien endgültig zur islamischen Welt. Die folgenden Jahrhunderte wurden von den Samaniden in Buchara (819 bis 1005) dominiert. Das türkische Element setzte sich durch und die Karluk-Khane regierten Buchara als "Kara-Khaniden". Der Staatsname leitet sich vom Volk der Usbeken ab, dessen Name wiederum auf den usbekischen Khan zurückgeht. Im Jahr 1220 fielen die Mongolen in Usbekistan ein. Diese Zeit gilt als sehr unbeständig. Es kam immer wieder zu Kriegen unter den Nomaden. Am Ende dieser Periode stand der neue, heutige usbekische Volksheld Timur Lenk. In der Timuriden-Dynastie wurde er von seinem Enkel Ulug Beg, einem berühmten Astronomen, abgelöst. Die Zeit der usbekischen Khanate, in der der Karawanenhandel noch bis 1600 zunahm, gilt als goldenes Zeitalter der Kultur und Wissenschaft. Im 17. Jahrhundert erlebte das Land eine außergewöhnliche Stabilität unter der Dynastie der Janiden (1599-1785). Die Janiden-Dynastie gilt als stark muslimisch geprägt und förderte den Bau einer großen Anzahl von Moscheen und Madrasas. Das 1710 gegründete Khanat von Kokand etablierte sich 1740 in Buchara und besiegte den dort herrschenden Khan. Das Territorium des heutigen Usbekistans bestand zu dieser Zeit hauptsächlich aus den beiden Khanaten Chiwa und Kokand sowie dem Emirat von Buchara. Usbekistan in seiner heutigen Form entstand erst in den 1920er Jahren als Sowjetrepublik. Der Staatsname leitet sich vom Volk der Usbeken ab, dessen Name wiederum auf den usbekischen Khan zurückgeht.
Größe (cm)19 x 14
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

24.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )