Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Totius Alsatiae Novissima Tabula, qua simul Sundgovia, Brisigavia, Ortenavia, maxima pars Marchionatus Badensis,nec non aliae insertae et adjacentes..
| Artikel ID | EUF5643 |
Titel | Totius Alsatiae Novissima Tabula, qua simul Sundgovia, Brisigavia, Ortenavia, maxima pars Marchionatus Badensis,nec non aliae insertae et adjacentes.. |
Beschreibung | Sehr schöne handkolorierte Karte zeigt das gesamte Elsass mit Sundgau und Breisgau mit den Städten Basel (Schweiz), Mühlhausen, Colmar, Rouffach, Fort-Louis, Seltz, Straßburg, Schlettstadt (Elsass), Breisach am Rhein, Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) u. v. m. Des Weiteren eine Titelkartusche mit allegorischen Darstellungen, zwei Wappendarsellungen und Meilenzeiger. |
| Zeit | ca. 1677 |
Stecher | Visscher Nicolas (1618-1679) |
Nicolaes Visscher I (1618 -1679) Amsterdam war ein niederländischer Kupferstecher, Kartograph und Verleger. Er gehörte zu der von seinem Vater Claes Janszoon Visscher begründeten niederländischen Kunsthändler-, Kupferstecher- und Verleger-Dynastie. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1652 übernahm er dessen Kunstverlag und setzte zunächst die Herausgabe der Atlanten und Karten fort, die sein Vater begonnen hatte. Danach begann er mit der Herausgabe von Werken unter seinem eigenen Namen. Gemeinsam mit seinem Sohn Nicolaes Visscher II (1649–1702) stach er eine große Menge Druckplatten und füllte so den Vorrat des Verlages weiter auf. In den Atlanten „Atlas Contractus“, „Atlas Minor“ und „Germania Inferior“ finden sich davon rund 170 Tafeln. Nach N. Visschers Tod gelangte ein Teil der Kupferplatten der Visschers an Petrus Schenk II (1693−1775), der sie für zahlreiche Nachdrucke nutzte. | |
Historische Beschreibung | Die Geschichte des Elsass, einer Region am westlichen Rand des deutschen Sprachraums, ist geprägt vom fruchtbaren Einfluss zweier der großen Kulturräume Europas: des germanischen (deutschen) und romanischen (französischen). Nach der Völkerwanderung zunächst germanisiert und in die kulturellen Strömungen der deutschen Geschichte einbezogen, geriet es seit der Neuzeit zunehmend unter die politische Kontrolle des französischen Königreichs. Hier enstanden verschiedenen Formen , das Herzogtum Elsass (7.–8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) und die frühneuzeitliche französische Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert). Das heutige Elsass wurde vor etwa 700.000 Jahren erstmals von Menschen besiedelt und war eine der Kernregionen der Kelten. Nach einer Zeit unklarer und wechselnder Herrschaftsverhältnisse wurde das Elsass bis zum 7 Jahrhundert Teil Alemanniens, das einen mehr oder weniger autonomen Verwaltungsbezirk des Frankenreiches darstellte. Spätestens 988 wurde das Elsass Teil des Herzogtums Schwaben, bei dem es bis zu dessen Ende 1250 verblieb. Nach 1250 entwickelte sich eine Vielzahl unterschiedlicher Territorien, die zwischen 1633 und 1697/1714 mehrheitlich unter französische Oberherrschaft gelangten. Die französische Provinz Elsass wurde eingerichtet, ihre Grenzen wichen von denen der früheren Landgrafschaften teilweise ab. Zu Beginn der Französischen Revolution wurden 1789 alle politischen Sonderrechte abgeschafft und 1790 die beiden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin geschaffen. Zwischen 1871 und 1918 gehörte das Elsass als Teil von Elsass-Lothringen zum von Preußen geführten deutschen Kaiserreich. 1918 kamen die beiden elsässischen Bezirke wieder als Départements zu Frankreich. |
| Erscheinungsort | Amsterdam |
| Größe (cm) | 57,5 x 46,5 cm |
| Zustand | Bruchstellen teilweise am alten Kolorit, fachmännisch restauriert |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Kupferstich |


