Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Tabula Indiae Orientalis. Emendata a F. de Wit

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Artikel ID ASS0973
Stecher Wit, de Frederick (1610-1698)
Frederik de Wit (1610 - 1698). Sein Atlas erschien um 1662 und umfasste 1671 jeweils 17 bis 151 Karten. In den 1690er Jahren begann er, eine neue Titelseite "Atlas Maior" zu verwenden, verwendete aber weiterhin seine alte Titelseite. Sein 1667 erstmals veröffentlichter Atlas der Niederlande hieß Nieuw Kaertboeck van de XVII Nederlandse Provinciën und enthielt 14 bis 25 Karten. Frederik de Wit erweiterte schnell seinen ersten kleinen Folieatlas, der hauptsächlich Karten enthielt, die von von ihm erworbenen Tafeln gedruckt wurden, zu einem Atlas mit 27 Karten, die von oder für ihn graviert wurden. 1671 veröffentlichte er einen großen Folieatlas mit bis zu 100 Karten. Kleinere Atlanten mit 17 oder 27 oder 51 Karten konnten noch gekauft werden, und Mitte der 1670er Jahre konnte ein Atlas mit bis zu 151 Karten und Diagrammen in seinem Geschäft gekauft werden. Um 1675 veröffentlichte Frederik de Wit einen neuen nautischen Atlas. Die Diagramme in diesem Atlas ersetzten die früheren Diagramme von 1664, die heute nur in vier gebundenen Beispielen und einigen losen Exemplaren bekannt sind. Frederik de Wit neue Charts wurden in einem Chartbuch und als Teil seiner Atlanten verkauft. Frederik de Wit veröffentlichte nicht weniger als 158 Landkarten und 43 Karten auf separaten Folioblättern. 1695 begann Frederik de Wit mit der Veröffentlichung eines Stadtatlas der Niederlande, nachdem er bei der Versteigerung der Druckplatten des berühmten Blaeu-Verlags eine Vielzahl von Stadtplänen erworben hatte. Die Datierung von Frederik de Wit-Atlanten wird als schwierig angesehen, da normalerweise keine Daten auf den Karten aufgezeichnet wurden und ihre Veröffentlichungsdaten sich über viele Jahre erstreckten.
Titel Tabula Indiae Orientalis. Emendata a F. de Wit
Zeit ca. 1688
Beschreibung Karte zeigt Südostasien mit Sumatra, Borneo, Java, Celebes und den Moluccen. Mit Kambodscha und Malaysia, teilweise China, Indien, den Malediven und einer Titelkartusche.
In den ersten Jahrhunderten nach der Zeitenwende verbreiteten indische Händler ihre Kultur über weite Teile Südostasiens. Das Königreich Funan (200–550) im Mekong-Delta entwickelte sich zum ersten Zentrum des Hinduismus und Buddhismus in Südostasien. Abgelöst wurde es durch das Khmer-Königreich und das Reich Srivijaya auf Sumatra. Auf Java entstand 750 Borobodur, eine terrassenförmige Tempelanlage riesigen Ausmaßes. Die Khmer-Könige erschufen mit dem Bau ihrer Tempelanlage Angkor Wat ein ebenso beeindruckendes Kunstwerk. Ab dem 9. Jahrhundert wanderten aus dem Norden die Tai in ihre heutigen Siedlungsgebiete und trafen auf die hochstehenden Mon, von deren Kultur sie geprägt wurden. 1044 wurde das erste burmesische Reich gegründet mit Bagan als Hauptstadt. In Südostasien hatte sich ein weitreichender Handel vom 6. bis ins 16. Jahrhundert entwickelt, zahlreiche Schiffswracks zeugen von dieser Entwicklung, wie das der Lena Shoal Dschunke. Eingesetzt wurden für diesen Handel die Schiffstypen der Dschunke und des Balangays. Es konnten zwei Hauptrouten des Handels China einerseits und Java, Sumatra und der Malaiischen Halbinsel andererseits festgelegt werden. Die eine Route führt entlang des Festlandes und die zweite Route entlang von Borneo, Palawan zur Insel Luzon. Im 15. Jahrhundert bekehrten arabische, persische und indische Händler die Malaien zum Islam. Das muslimische Malakka trat an die Stelle des Hindu-Königreiches Majapahit auf Java. Mit Ausnahme Siams wurden alle südostasiatischen Länder ab dem 16. Jahrhundert kolonialisiert. Der Hintergrund für die Kolonialisierung war der Reichtum der Region an Rohstoffen und Gewürzen, die zu dieser Zeit von besonderem Wert waren. Nachdem der Handel lange Zeit von arabischen Händlern beherrscht worden war, stritten sich von nun an die europäischen Mächte über die Vormacht in der Region. Die Spanier wurden zur gleichen Zeit in der Region aktiv und kolonialisierten mit dem Ziel China zu erobern und zum Christentum zu bekehren die Philippinen, die sie nach dem spanischen König Philipp II. benannten. Die Briten kamen als dritte große Kolonialmacht nach Südostasien und versuchten sich ebenfalls in der Region zu etablieren. Nachdem sie zunächst nur einen unbedeutenden Stützpunkt in Indonesien innegehabt hatten, erreichten sie, nach Verhandlungen mit den ansässigen Sultanen, die Kontrolle über die Insel Penang und über Singapur, das damals noch ein kleines malaiisches Fischerdorf war. Zusammen mit der Hafenstadt Malakka bildeten diese Gebiete als so genannte Straits Settlements die handelspolitisch wichtigen Stützpunkte der Briten in Südostasien.
Erscheinungsort Amsterdam
Größe (cm)45,5 x 56,5
ZustandRand oben und Ecke rechts unten, fachmännisch ergänzt
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

270.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )