Tabula Geographica Campaniae specialis…

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Artikel ID EUF2557

Titel

Tabula Geographica Campaniae specialis…

Beschreibung

Karte von der gesamten Champagne. Oben Links Ansichten von Reims und Troyes. Oben rechts eine prachtvolle Titelkartusche.

Zeit

ca. 1725

Stecher

Homann Erben (1724-1780)

Johann Babtiste Homann (1664–1724) wurde in Oberkammlach im Kurfürstentum Bayern geboren. Obwohl er eine Ausbildung an einer Jesuitenschule erhielt und sich zunächst auf eine kirchliche Laufbahn vorbereitete, konvertierte er schließlich zum Protestantismus und arbeitete ab 1687 als Zivilnotar in Nürnberg. Bald darauf wandte er sich der Kupferstechkunst und Kartografie zu; im Jahr 1702 gründete er seinen eigenen Verlag. Homann erlangte bald Bekanntheit als einer der führenden Kartografen Deutschlands und wurde 1715 von Kaiser Karl VI. zum Kaiserlichen Geographen ernannt. Solche Auszeichnungen zu vergeben, gehörte zu den Sonderrechten des Heiligen Römischen Kaisers. Im selben Jahr wurde Homann auch in die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin aufgenommen. Von besonderer Bedeutung für die Kartografie waren die kaiserlichen Druckprivilegien (lateinisch: privilegia impressoria). Diese gewährten den Urhebern in allen wissenschaftlichen Bereichen – etwa Druckern, Kupferstechern, Kartenmachern und Verlegern – zeitlich begrenzten rechtlichen Schutz. Darüber hinaus galten sie auch als wichtige Empfehlung für potenzielle Kunden. Im Jahr 1716 veröffentlichte Homann sein Hauptwerk, den „Großen Atlas über die ganze Welt“. Zahlreiche Karten entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kupferstecher Christoph Weigel dem Älteren, der auch das Siebmachers Wappenbuch herausgab. Homann starb in Nürnberg. Sein Verlag wurde von der Firma Homann Erben weitergeführt, die bis 1848 bestand. Im Ausland war das Unternehmen unter den Namen Homann Erben, Homanniani Heredes oder Héritiers de Homann bekannt.

Historische Beschreibung

Die Champagne ist eine Landschaft und historische Provinz im nordöstlichen Frankreich. Ihr historischer Hauptort ist die Stadt Troyes. In der Antike war die Champagne Siedlungsgebiet der keltischen Catalauni. Nach der Eroberung Galliens (58–51 v. Chr.) durch Gaius Julius Caesar wurde sie Teil der römischen Provinz Gallia Belgica. Neben Saint-Denis wurde Reims zum bedeutenden religiösen Zentrum Frankreichs. Bis 1825 wurden sämtliche französischen Könige in der Kathedrale zu Reims gekrönt und gesalbt. Während des Mittelalters bildete die Champagne eine Grafschaft, deren Grafen zu den mächtigsten Fürsten Frankreichs gehörten. Durch die großen Messen in Reims und Troyes wurde die Region eine der wirtschaftlich bedeutendsten ganz Europas. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich hier die Textil- und Metallindustrie, die nach 1930 ihre Bedeutung teilweise und nach 1970 ganz verloren.

Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)57,5 x 49 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich