Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Tabula Ducatus Britanniae Gallis le Gouvernemt General de Bretagne

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Artikel ID EUF4641
Stecher Homann Johann Babtiste (1664-1724)
Johann Babtiste Homann (1664- 1724), Nürnberg. Im Jahr 1702 gründete er einen Handel und einen Verlag für Kartographie in Nürnberg, der zahlreiche Globen und Karten publizierte. Eine erste Zusammenstellung erschien 1707. Homann lieferte etwa 200 Karten, darunter den Großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicus (1719) in 18 Blättern. Bekannt wurde seine Phantasiekarte accurata tabulae utopiae vom Schlaraffenland nach der fiktiven Reisebeschreibung Johann Andreas Schnebelin ( 1706). Daneben fertigte er auch Armillarsphären und andere mechanische Kunstwerke. Homann unterbot die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Seine Karten waren mit reichem künstlerischem Beiwerk sowie historischen und ethnographischen Abbildungen ausgestattet.
Titel Tabula Ducatus Britanniae Gallis le Gouvernemt General de Bretagne
Zeit ca. 1710
Beschreibung Karte zeigt die Bretagne in Frankreich mit Titelkartusche und einem Stadtplan von Brest.
Die in der Bretagne vergleichsweise spät, nämlich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. beginnende Eisenzeit war geprägt von der Einwanderung der Kelten, welche die Bretagne Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“) nannten. Im Jahr 56 v. Chr. besiegte Iulius Caesar mit seinen Legionen nahezu die gesamte venetische Flotte in einer verheerenden Seeschlacht und beendete damit die wirtschaftliche Blüte dieses Stammes ebenso wie die gallische Vorherrschaft in der Schifffahrt. Schon zur Zeit der römischen Kolonisation hatten intensive Kontakte zwischen der aremoricanischen Halbinsel und Großbritannien bestanden. In der Zeit des Niedergangs des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., wanderten vor allem christianisierte Waliser auf die bretonische Halbinsel ein. Gleichzeitig dehnten sich die Siedlungsgebiete der noch heidnischen Sachsen, Angeln und Jüten auf der Insel Großbritannien immer weiter aus. Innerhalb Frankreichs kam der Bretagne vor allem eine maritime Bedeutung zu. Ab 1631 avancierte Brest zum besten und am stärksten befestigten Kriegshafen Frankreichs. Die bretonischen Hafenstädte und Küstenorte wurden zur Wiege vieler herausragender Seeoffiziere der Französischen Marine. Aus Brest stammte z. B. der Schiffsbauingenieur Jacques-Noël Sané, aus Fougères der Admiral de Guichen, aus Rennes der Admiral Picquet de la Motte. Als Heimathäfen und Werften der französischen Atlantikflotte waren Brest, Lorient und Saint-Malo seit dem 17. Jahrhundert von hoher strategischer Bedeutung, seit dem 19. Jahrhundert befindet sich in Lanvéoc bei Brest die Französische Marineschule.
Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)48 x 57 cm
ZustandRechte Seite Fehlstellen und Bruchstellen ergänzt
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

48.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )