Pour la Bretagne

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Artikel ID EUF1305

Titel

Pour la Bretagne

Beschreibung

Karte zeigt acht Stadtpläne und Ansichten von Brest, St. Malo, Belle Isle, Port Luis, Grandville und Conquerneau. Herausgegeben von P. Mortier.

Zeit

ca. 1693

Stecher

Beaulieu Sieur de

Historische Beschreibung

Die Bretagne war bereits im Paläolithikum besiedelt. Die in der Bretagne vergleichsweise spät, nämlich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. beginnende Eisenzeit war geprägt von der Einwanderung der Kelten, welche die Bretagne Aremorica beziehungsweise Armorica (Land am Meer) nannten. m Jahr 56 v. Chr. besiegte Iulius Caesar mit seinen Legionen nahezu die gesamte venetische Flotte in einer verheerenden Seeschlacht und beendete damit die wirtschaftliche Blüte dieses Stammes ebenso wie die gallische Vorherrschaft in der Schifffahrt. Die Romanisierung der Bretagne begann unmittelbar nach der Eroberung und bestand neben dem Siegeszug römischer Administration, Architektur und Straßenführung in erster Linie in der Gründung römischer Städte wie Portus Namnetus (Nantes), Condate (Rennes), Darioritum (Vannes), Vorgium (Carhaix-Plouguer) und Fanum Martis (bzw. Civitas Coriosolitum, heute Corseul). Beendet war sie jedoch erst gegen Ende der Spätantike. Zu diesem Zeitpunkt war auch die keltische Sprache Galliens, das Gallische, vermutlich fast vollständig verschwunden. Schon zur Zeit der römischen Kolonisation hatten intensive Kontakte zwischen der aremoricanischen Halbinsel und Großbritannien bestanden. Nach Abzug der römischen Armee zu Anfang des 5. Jahrhunderts unter Kaiser Honorius vertrieben die Provinzialen um 409 die römischen Verwaltungsbeamten und erklärten sich für unabhängig. In der Zeit des Niedergangs des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., wanderten vor allem christianisierte Briten auf die bretonische Halbinsel ein. Gleichzeitig dehnten sich die Siedlungsgebiete der noch heidnischen Sachsen, Angeln und Jüten auf der Insel Großbritannien immer weiter aus. So setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten in die Bretagne über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer früheren Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten Aremorica und brachten ihre Sprache in das bereits lange romanisierte Gallien. Das Bretonische geht also nicht auf das noch zu Caesars Zeiten in der Bretagne gesprochene keltische Idiom zurück. Im Jahr 497 unterwarfen sich die Bretonen dem fränkischen König Chlodwig I. Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. Innerhalb Frankreichs kam der Bretagne vor allem eine maritime Bedeutung zu. Ab 1631 avancierte Brest zum besten und am stärksten befestigten Kriegshafen Frankreichs. Die bretonischen Hafenstädte und Küstenorte wurden zur Wiege vieler herausragender Seeoffiziere der Französischen Marine.

Erscheinungsort Amsterdam
Größe (cm)46 x 32,5 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich