Petri Gambie Galli caedes, XLII.

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Artikel ID AMU1327

Titel

Petri Gambie Galli caedes, XLII.

Beschreibung

Abbildung zeigt Ureinwohner Floridas auf einem Boot

Zeit

ca. 1591

Stecher

Bry, de-Thomas Hariot Theodor (1528-1598)

Thomas Hariot (1560-1621) war ein englischer Mathematiker, Astronom, Linguist und Experimental Wissenschaftler. In den 1580er Jahren war er Sir Walter Raleighs wichtigster Assistent bei der Planung und dem Versuch, die englischen Kolonien auf Roanoke Island vor der Küste des heutigen North Carolina zu gründen. Er unterrichtete Raleighs Kapitäne darin, den Atlantik zu befahren und dabei ausgefeilte Navigationsmethoden anzuwenden, die in England zu dieser Zeit noch nicht bekannt waren. Außerdem lernte er von zwei Indianern aus Virginia, Wanchese und Manteo, die Algonquian-Sprache. Im Jahr 1585 schloss sich Hariot der Expedition nach Roanoke an, die jedoch scheiterte, und kehrte im folgenden Jahr nach England zurück. Während seines Aufenthalts in Amerika half Hariot bei der Erforschung der heutigen Region Outer Banks und weiter nördlich der Chesapeake Bay. Außerdem arbeitete er mit dem Künstler John White zusammen, um mehrere Karten zu erstellen, die zu dieser Zeit für ihre Genauigkeit bekannt waren. Obwohl Hariot einen umfangreichen Nachlass hinterließ, war das einzige Werk, das zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde, A briefe and true report of the new found land of Virginia (Ein kurzer und wahrheitsgetreuer Bericht über das neu entdeckte Land Virginia), in dem das wirtschaftliche Potenzial von Virginia bewertet wurde. Der Bericht erschien am eindrucksvollsten in Theodor de Brys Ausgabe von 1590, die Radierungen auf der Grundlage der White-Hariot-Karten und Whites Aquarelle des indianischen Lebens enthielt. Nach einer kurzen Inhaftierung im Zusammenhang mit dem Gunpowder Plot (1605) berechnete Hariot die Umlaufbahn des Halleyschen Kometen, skizzierte und kartierte den Mond und beobachtete Sonnenflecken. Er starb im Jahr 1621. ---- Bry De,Theodorus (1528-1598) Frankfurt a.M., 1570 ging Theodor de Bry mit seiner Familie nach Frankfurt am Main, gründete ein Kupferstecher- und Verlagsunternehmen und beantragte das Bürgerrecht. Zwischen 1586 und 1588 hielt er sich eine Zeit lang in London auf, arbeitete mit dem Geographen Richard Hakluyt zusammen und begann Berichte und Illustrationen verschiedener europäischer Forschungsexpeditionen zu sammeln. Nach seiner Rückkehr 1589 arbeitete er seine Pläne für neue Publikationen mit seinen Söhnen aus. Von 1590 bis 1634 gab Theodor de Bry in Frankfurt zwei der bedeutendsten Reiseberichtsammlungen der Frühen Neuzeit heraus. Die West–Indischen Reisen (auch Geschichte Amerikas genannt) und die Ost–Indischen Reisen. Die ganze Sammlung kam unter dem Titel : Collectiones peregrinationum in Indiam Orientalem et Indiam Occidentalem XXV partibus comprehensae. Opus illustratum figuris aeneis Fratrum de Bry et Meriani heraus. Bei diesen sowie bei seinen anderen Arbeiten wurde de Bry von seinen beiden Söhnen Johann Theodor (1561–1623) und Johann Israel (1570–1611) unterstützt.

Historische Beschreibung

Er ist bekannt als Sunshine State, der Sonnenschein-Staat. Die gleichnamige Halbinsel wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt und danach benannt: Ostern heißt auf Spanisch auch Pascua Florida. Die Ostküste von Florida wurde 1513 von dem Spanier Juan Ponce de León entdeckt. 1521 reiste Ponce de León – ausgerüstet und von einer Siedlergruppe begleitet – erneut nach Florida, um für Spanien dort eine Kolonie La Florida zu gründen, die von der indigenen Bevölkerung jedoch zerschlagen wurde. 1528 erkundete der Konquistador Pánfilo de Narváez, der in Florida Gold zu finden hoffte, die Westküste der Halbinsel, scheiterte aber ebenfalls an der Feindseligkeit der Einheimischen. Narváez erlitt schließlich Schiffbruch, sein Offizier Álvar Núñez Cabeza de Vaca überlebte jedoch, kehrte nach Spanien zurück und konnte dort von der Expedition berichten. Hernando de Soto wurde dadurch angeregt, 1539 erneut eine Invasion zu versuchen. Wie Narváez landete auch De Soto an der Westküste und unternahm von dort aus eine ausgedehnte Expedition durch den Südosten der heutigen USA, bei der jedoch ebenfalls weder Gold noch ein geeigneter Standort für die Gründung einer Kolonie gefunden wurde, sodass die Spanier nach De Sotos Tod die Expedition aufgaben. 1562 erkundete der Franzose Jean Ribault, der auf der Suche nach einem möglichen Siedlungsplatz für hugenottische Auswanderer war, die Mündung des St. Johns River an der Ostküste von Florida. 1586 wurde San Agustín von dem englischen Freibeuter und späteren Vizeadmiral Francis Drake überfallen und ausgeplündert. Im 17. Jahrhundert versuchten englische Siedler in Virginia und den Carolinas beständig, die Grenze der spanischen Kolonie weiter nach Süden zu drängen. Dasselbe taten die französischen Siedler am Unterlauf des Mississippi. 1702 ließ der britische Kolonialgouverneur von South Carolina, Colonel James Moore, mit Hilfe verbündeter Muskogee-Indianer den Ort San Agustín zerstören; eine Einnahme des spanischen Forts gelang ihm jedoch nicht. Zwei Jahre darauf begann Moore, spanische Missionen im Norden Floridas niederbrennen und Indianer töten zu lassen, die mit den Spaniern auf gutem Fuße standen. Im Westen Floridas nahmen Franzosen 1719 die seit 1696 erneut bestehende spanische Siedlung in Pensacola ein. Nach dem Siebenjährigen Krieg trat Spanien Florida an Großbritannien ab, das den Spaniern im Gegenzug die Herrschaft über Havanna überließ. Die Ureinwohner Floridas starben nach der Ankunft der ersten Spanier zu Tausenden, weil sie gegen die von ihnen eingeschleppten Krankheiten nicht immun waren. Ganze Völker wurden ausgelöscht, und es wird angenommen, dass die Spanier nach der britischen Übernahme von Florida die wenigen Indianer, die in ihren katholischen Missionen überlebt hatten, nach Kuba in Sicherheit brachten. Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts wurde die Halbinsel jedoch erneut von Indianern besiedelt, als Teile der Muskogee, die sich untereinander entzweit hatten, aus dem Norden einzuströmen begannen. Infolge des Yamasee-Krieges gelangten auch viele Flüchtlinge der Yuchi und der Yamasee nach Florida. Trotz ihrer heterogenen Wurzeln wurden diese Indianer einheitlich als „Seminolen“ bezeichnet.

Besonderheiten Aus dem 2. Buch von Th. De Bry
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Größe (cm)27 x 22 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

78.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )