Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Persici vel Sophorum Regni Typus

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Artikel ID ASA055
Stecher Mercator Gehard (1512-1594)
Gerhard Mercator (Kremer) (1512-1594), Kosmograph, der seit 1552 in Duisburg ansässige Gerhard Mercator galt bereits in den Gelehrtenkreisen seiner Zeit als der bedeutendste lebende Kartograph. Das von ihm entwickelte Konzept „Atlas"" wurde typenbildend für eine ganze Schriftengattung. Weltkarten in der von ihm entworfenen „Mercator-Projektion"" waren bis zum Aufkommen des GPS („Global Positioning System"") für die Navigation in See- und Luftfahrt unverzichtbar. Bemerkenswert ist auch die rein privatwirtschaftliche Organisationsform dieser Wissenschaftsarbeiten. Von 1559 bis 1562 war er am neugegründeten Duisburger Akademischen Gymnasium, als Lehrer für Mathematik und Kosmografie tätig. Kurz vor seinem Tod vollendete Mercator das Hauptwerk, die Kosmografie Atlas, sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et fabricati figura, die postum 1595 von Mercators Sohn Rumold herausgegeben wurde. Bislang wurden hauptsächlich die Karten zur Kenntnis genommen, gelegentlich erschienen diese sogar ohne den Text. Besonders hervorzuheben ist die christologische Ausrichtung, die sich grundsätzlich von den mittelalterlichen Kosmografien bis zu Sebastian Münster unterscheidet.
Titel Persici vel Sophorum Regni Typus
Zeit ca. 1595
Beschreibung Dekorative Karte des ehemals Persischen Reiches.
Als Perserreich oder Persisches Reich wird das antike Großreich der Perser bezeichnet, das zeitweise von Thrakien bis nach Nordwestindien und Ägypten reichte. Es bestand in unterschiedlicher Ausdehnung von etwa 550 bis 330 v. Chr. (Altpersisches Reich der Achämeniden) und von ca. 224 bis 651 n. Chr. (Neupersisches Reich der Sassaniden). Es handelt sich bei diesem Namen um eine Fremdbezeichnung, da der einheimische Name zu allen Zeiten eine Variante des Begriffs Iran war. In den 1500er Jahren gründete Ismail I. von Ardabil das Safavidenreich mit seiner Hauptstadt in Täbris. Beginnend mit Aserbaidschan erweiterte er anschließend seine Autorität über alle iranischen Gebiete und errichtete eine zeitweise iranische Hegemonie über die riesigen relativen Regionen, wodurch die iranische Identität in weiten Teilen des Großirans bestätigt wurde. Der Iran war überwiegend sunnitisch, aber Ismail veranlasste eine erzwungene Konversion zum schiitischen Zweig des Islam, die sich über die Gebiete der Safawiden im Kaukasus, im Iran, in Anatolien und in Mesopotamien ausbreitete. Infolgedessen ist der heutige Iran die einzige offizielle schiitische Nation der Welt, die im Iran und in der Republik Aserbaidschan die absolute Mehrheit besitzt und dort die erste und zweithöchste Anzahl schiitischer Einwohner nach Bevölkerungsanteil in der Welt hat . In der Zwischenzeit führte die jahrhundertelange geopolitische und ideologische Rivalität zwischen dem Safavid Iran und dem benachbarten Osmanischen Reich zu zahlreichen osmanisch-iranischen Kriegen.Die Safavid-Ära erreichte ihren Höhepunkt in der Regierungszeit von Abbas I. (1587–1629), übertraf die Stärke ihrer türkischen Erzrivalen und machte den Iran zu einem führenden Wissenschafts- und Kunstzentrum in West-Eurasien. In der Zeit der Safawiden begann die Massenintegration der kaukasischen Bevölkerung in neue Schichten der iranischen Gesellschaft sowie deren Massenumsiedlung in das iranische Kernland, die seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in der Geschichte des Iran spielt. Nach einem allmählichen Niedergang in den späten 1600er und frühen 1700er Jahren, der durch interne Konflikte, die anhaltenden Kriege mit den Osmanen und die ausländische Einmischung (insbesondere die russische Einmischung) verursacht wurde, wurde die safawidische Herrschaft von den belagerten paschtunischen Rebellen beendet und Isfahan besiegte Sultan Husayn im Jahre 1722. 1729 vertrieb Nader Shah, ein Häuptling und Militärgenie aus Khorasan, erfolgreich die Paschtunen-Invasoren und eroberte sie. Anschließend nahm er die annektierten kaukasischen Gebiete zurück, die durch das anhaltende Chaos im Iran zwischen den osmanischen und russischen Behörden aufgeteilt wurden. Während der Regierungszeit von Nader Shah erreichte der Iran sein größtes Ausmaß seit dem Sasanianischen Reich, indem er die iranische Hegemonie im gesamten Kaukasus sowie in anderen großen Teilen West- und Zentralasiens wiederherstellte und kurzzeitig das wohl mächtigste Reich dieser Zeit besaß.
Erscheinungsort Duisburg
Größe (cm)35,5 x 50
ZustandPerfekt, dem Alter entsprechend
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

102.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )