Oceanie / Homme de Taiti / Femme de l’ile Opolou / Femme de l’ile Routouma

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Artikel ID OZ0499

Titel

Oceanie / Homme de Taiti / Femme de l’ile Opolou / Femme de l’ile Routouma

Beschreibung

Sehr schöne Ansicht von "Homme de Taiti, Jeune Fille des iles Viti, Femme de l'ile Opolou (Archipel des Navigateurs), Femme de l'ile Routouma, Naturel des iles Irea (Archip. des Carolines). Es zeigt einen Einheimischen aus Tahiti, ein Mädchen von der Insel Viti, eine Frau aus Opolou, Routouma und Eingeborene von den Karolineninseln. Aus der Ausgabe "Geographie Universell " De Malte-Brun par E. Cortambert, Book 4 (Tome Quatrieme). Paris. Herausgegeben von Dufour Mulat et Boulanger, gezeichnet von Philippoteaux.

Zeit

ca. 1855

Stecher

Malte-Brun Victor Adolphe (1816-1889)

Victor Adolphe Malte-Brun war ein französischer Geograf und Kartograf. Victor Adolphe Malte-Bruns Vater war der Gründer der Société de Géographie.

Historische Beschreibung

Ozeanien ist die Bezeichnung für die Inselwelt des Pazifiks nördlich und östlich vom Kontinent Australien. Im Englischen ist zusätzlich der Begriff Transozeanien gebräuchlich. Dieser Terminus entstand vor allem aus wirtschaftlichen Gründen in Australien und Neuseeland und bezeichnet ein Gebiet vom Norden Australiens über Indonesien bis zur Südgrenze der Philippinen und dem äußersten Westen der pazifischen Inseln. Der Begriff „Südsee“ wurde 1513 von Vasco Núñez de Balboa geprägt, als dieser die Landenge von Panama durchquert hatte und das vor ihm liegende Meer (Pazifik) Mar del sur (Südmeer) nannte, da er von seinem Standort aus nach Süden auf das Meer blickte. Zentrale Inselgruppen sind die Gesellschaftsinseln (Französisch-Polynesien/Tahiti), der Samoa-Archipel und die Fidschi-Inseln. Im November 1520 erreichte Ferdinand Magellan aus der Magellanstraße kommend auf seiner Weltumsegelung den Pazifik oder Stillen Ozean. Er nannte ihn Mar Pacifico (Portugiesisch und Spanisch für Friedliche See), weil die ihn bis dahin begleitenden Stürme sich legten. Trotz dieses Namens gibt es im Pazifik auch heftige Stürme und Wirbelstürme, die je nach Region Taifun oder Hurrikan genannt werden. Der Entdeckergeist des 16. Jahrhunderts ist ausschlaggebend für zahlreiche Expeditionen. Zuerst steht die Erforschung einer Westroute über den Pazifik zu den reichen Handelszentren Asiens im Mittelpunkt. Später suchen vorwiegend spanische und portugiesische Abenteurer nach dem hypothetischen Südkontinent Terra Australis Incognita oder hoffen legendäre Reichtümer wie die Minen König Salomons zu finden. Aufgrund mangelhafter Navigationstechniken konnten manche der entdeckten Inselgruppen, z. B. die Salomonen, nicht mehr wiedergefunden werden und gerieten in Vergessenheit. Ende des 16. Jahrhunderts beginnen auch die Niederländer mit der Erforschung Ozeaniens. Im 17 Jahrhundert ist immer noch einiges im Pazifik unentdeckt und vor allem die Geschichten der Heimkehrer über das Paradies locken immer mehr Seeleute. Die Motivation, neue Welten zu bereisen, ist zwar groß, geht aber Hand in Hand mit der Gier nach den unberührten Bodenschätzen der neuen Welt. Die Kirche macht sich unterdessen Sorgen wegen der „Vermischung“ mit den Heidenvölkern, ist aber gleichwohl am Seelenheil der „Wilden“ interessiert. Sie reagiert, indem sie die Unzucht mit den Einwohnern öffentlich diskreditiert und Missionare delegiert, die den Fahrten beistehen sollen. Im 18 Jahrhundert stehen an unentdeckten Inseln immer weniger zur Verfügung, dennoch finden Weltumsegler wie Louis Antoine de Bougainville, James Cook und andere noch einige unerforschte Gebiete. Hinzu kommt, dass von den Entdeckungen des 16. Jahrhunderts einiges wieder in Vergessenheit geriet. Einige machten sich nun daran, die Inseln mit modernen Mitteln zu kartieren. Im 18 Jahrhundert wurde die Kartierungen fortgeführt und der Imperialismus beginnt sich auszuwirken. Zunehmend werden fremde Inselgruppen unter den Großmächten aufgeteilt. Die Kolonialisierung des Südpazifik entwickelt sich zu einem Wettlauf. Vor allem Deutsche, Briten, Franzosen, Holländer und Amerikaner streiten um jede Insel. Der Spanisch-Amerikanische Krieg führt am Ende des 19. Jahrhunderts zu einer wilden Rochade der Kolonialgebiete.

Erscheinungsort Paris
Größe (cm)18,5 x 12 cm
ZustandGebräunt
Koloritaltkoloriert
TechnikStahlstich

Nachdruck:

9.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )