Metz / dere welt Das Lxxii blat

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Artikel ID EUF5591

Titel

Metz / dere welt Das Lxxii blat

Beschreibung

Abbildung der Stadt Metz in Lothringen, Frankreich. Rückseite mit drei Persönlichkeiten wie Plynius, Swethonius und Plutarchus. Aus Liber chronicarum, des sogenannten kleinen Schedel herausgegeben von Johann Schönsperger d. Ä., 1497. Der erste große Raubdruck in der Geschichte des Buchdrucks.

Zeit

ca. 1497

Stecher

Schedel Hartman (1440-1515)

Hartmann Schedel (1440–1515) aus Nürnberg ist vor allem für die 1493 erschienene Schedelsche Weltchronik („Liber chronicarum“) bekannt, ein universalhistorisches Werk mit 1809 Holzschnitten – das reich bebilderteste Buch der frühen Druckgeschichte. Die Chronik, von Schedel in Latein für die Kaufleute Sebald Schreyer und Sebastian Kammermeister verfasst, wurde von Georg Alt ins Deutsche übersetzt und von Anton Koberger gedruckt. Die Illustrationen stammen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff. Die Chronik beschreibt die Weltgeschichte bis 1492/93, gegliedert in acht Weltalter, und basiert auf zahlreichen Quellen, u.a. Jacobus Foresta und Eneas Silvio Piccolomini. Besonders bedeutsam sind die authentischen Städteansichten, die erstmals viele Städte detailgetreu zeigen. Pleydenwurff führte eine neue Perspektive ein, die Städte aus einem festen Blickwinkel darstellt, was die Einmaligkeit der Stadtbilder betont. Die Finanzierung erfolgte u.a. durch den Mäzen Sebald Schreyer.

Historische Beschreibung

Das überwiegend von keltischen Stämmen besiedelte Gebiet um die Mosel wurde in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. von Gaius Iulius Caesar im Gallischen Krieg erobert und später Teil der römischen Provinz Gallia Belgica. Aus einer Dreiteilung des Fränkischen Reichs entstand 843 das Lotharii Regnum, das nach seinem König benannte „Reich des Lothar“ oder Lotharingien.Es lag in der Mitte zwischen dem Ost- und dem Westfränkischen Reich und erstreckte sich ursprünglich als langgestrecktes Territorium vom Mittelmeer bis zur Nordsee. 870 wurde das Gebiet wieder zwischen dem Ost- und Westfränkischen Reich aufgeteilt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde Metz fränkisch und später Hauptstadt des merowingischen Teilreichs Austrasien. Im Hochmittelalter entwickelte sich Metz zu einer wohlhabenden freien Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, geprägt von Handel, Kirchenbau und Stadtmauern. 1552 wurde Metz von Frankreich besetzt und später im Westfälischen Frieden (1648) endgültig französisch. Die Stadt blieb jedoch kulturell und sprachlich lange vom Deutschen beeinflusst.

Besonderheiten Deutsche Ausgabe, selten
Erscheinungsort Augsburg
Größe (cm)23,5 x 14,5 cm
ZustandWurmlöcher fachmännisch hinterlegt
Koloritaltkoloriert
TechnikHolzschnitt