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Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Marseille Ville considerable de Provence fameux Port sur la Mer Mediterranee
| Artikel ID | EUF3594 |
Titel | Marseille Ville considerable de Provence fameux Port sur la Mer Mediterranee |
Beschreibung | Stadtplan von Marseille in Frankreich mit Titelkartusche, Städteindex, Meilenzeiger und Windrose. |
| Zeit | ca. 1702 |
Stecher | Fer, de Nicolas (1646-1720) |
Nicolas de Fer ( 1646 - 1720 in Paris) war einer der führenden französischen Kartographen und Kartenverleger Ende des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts. Nicolas de Fer, der jüngste Sohn des Pariser Druckers und Kartenverlegers Antoine de Fer, begann im Alter von zwölf Jahren eine Ausbildung zum Kupferstecher und nach dem Tode seines Vaters im Jahr 1673 übernahm er dessen Verlag. Dieser nahm der unter seiner Führung innerhalb weniger Jahre großen Aufschwung. De Fer schuf zahlreiche Atlanten und spezialisierte sich auf die Veröffentlichung von Drucken zu damaligen aktuellen Ereignissen: Karten von Grenzverläufen oder neueroberten Gebieten sowie Karten von Städten, die vom französischen Festungsbaumeister Vauban ausgebaut wurden. Dabei profitierte de Fer von seinem guten Verhältnis zum französischen Hof und wurde 1691 offizieller Geograph des französischen Dauphin, 1702 des Herzogs von Anjou – des späteren spanischen Königs – und zuletzt des französischen Königs selbst. Das Firmenzeichen de Fers war die sogenannte „Sphère royale“, eine Armillarsphäre, die auf zahlreichen seiner Publikationen abgedruckt wurde. Sein Hauptwerk, der Atlas Curieux erschien erstmals im Jahr 1700 in Paris und erlebte bis 1717 zahlreiche Neuauflagen. Bei seinem Tode im Jahr 1720 hinterließ er drei verheiratete Töchter. Seine Schwiegersöhne, der Papierhändler Guillaume Danet und der Kupferstecher Jacques-François Besnard (auch: „Bénard“) führten, jeder auf eigene Rechnung, die Geschäfte de Fers weiter. | |
Historische Beschreibung | Marseille ist heute die zweitgrößte und älteste Stadt Frankreichs. Am Mittelmeer ist Marseille die wichtigste französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt. Der antiken Legende nach entstand die Stadt, als griechische Seefahrer aus Phokaia die Mittelmeerküste erkundeten. Griechische Seehändler aus Phokaia in Kleinasien besuchten im 7. Jahrhundert v. Chr. regelmäßig die Südküste Frankreichs nahe der Mündung der Rhone, um mit den ligurischen Stämmen Handel mit Zinn und Bronze und im Gegenzug Töpferwaren und Schmuck, zu betreiben. An der schroffen und felsigen Küste waren geschützte Landeplätze rar, so steuerte man den natürlichen Hafen des heutigen Marseille an, wo die Galeeren vor Wind und Wellen geschützt waren. Um das Jahr 545 v. Chr. kamen laut Herodot erneut Zuwanderer aus Phokaia in die Stadt. Sie waren geflohen, nachdem Harpagos, Feldherr des Königs Kyros II. von Persien, Phokaia erobert hatte. Es gab immer wieder Konflikte mit den Gallien beherrschenden keltischen Stämmen und 125 v. Chr. rief Massalia die Truppen des Römischen Reiches um Hilfe gegen die Angriffe gallischer Stämme. Die Stadt blieb sie bis zum Ende des Römischen Reiches dessen Bestandteil und verlor nun schrittweise ihren griechischen Charakter. Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. wurde am Südufer des Alten Hafens das Kloster Saint-Victor gegründet, das von 750 bis 960 die Residenz der Bischöfe von Marseille sein sollte. Mehrfach war die Stadt umkämpft und fiel an unterschiedliche Herrscher Reiche. Sowohl an die Sarazenen oder Niederburgunder, um 1218 wurde Marseille zur selbstständigen Republik, doch 1481 der Krone Frankreichs einverleibt. 1575 erfolgte die Übergabe an Heinrich III. 1660 entzog Ludwig XIV. Marseille ihre Freiheiten, die Statd war seitdem eine gewöhnliche See- und Handelsstadt. Die Bevölkerung von Marseille war seit jeher stolz und unabhängig und im ganzen Land dafür bekannt, sich gerne gegen die Obrigkeit und den König aufzulehnen. Im Jahr 1792 schickte die Stadt 500 freiwillige Kämpfer, um die neue Regierung während der Französischen Revolution zu unterstützen. Das von den Kämpfern aus Marseille in den Straßen von Paris gesungene Lied wurde als die Marseillaise bekannt. Am 14. Juli 1795 wurde die Marseillaise zur französischen Nationalhymne erklärt |
| Erscheinungsort | Paris |
| Größe (cm) | 23 x 30,5 cm |
| Zustand | Falz etwas restauriert |
| Kolorit | koloriert |
| Technik | Kupferstich |


