Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

La rade de Bombay / La rade de Calcutta

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120.00 €

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Artikel ID ASI0653
Stecher Vrevond
Titel La rade de Bombay / La rade de Calcutta
Zeit ca. 1880
Beschreibung Darstellung der Stadt Mumbai und Kalkutta
Die heutige Halbinsel im südlichen Teil der Insel Salsette mit dem Stadtzentrum Mumbais ist das Ergebnis intensiver Landgewinnungsmaßnahmen, die bis in die Gegenwart anhalten. Vor der Ankunft der Europäer und bis in das 17. Jahrhundert hinein bestand das Gebiet aus sieben voneinander getrennten Inseln, von denen sich fünf (Bombay, Mahim, Mazagaon, Parel und Worli) kreisförmig um eine Lagune gruppierten. Auf eine frühe Besiedlung der Inselgruppe lassen archäologische Funde von Faustkeilen und anderen Steinwerkzeugen schließen. Drawidische Fischer (Kolis) bewohnten schon vor der arischen Einwanderung um das Jahr 1500 v. Chr. die Region. Erste Spuren hinterließen arische Siedler im 8. Jahrhundert v. Chr. Mit der Errichtung eines Forts und einer Faktorei durch die Kolonisten auf der Insel Bombay begann die Ära europäischer Herrschaft, die über 400 Jahre bis zum 14. August 1947, dem Tag der Unabhängigkeit Indiens, andauerte. Während zwei Jahrtausenden bis zur Ankunft der Europäer gehörte die heutige Region Mumbai verschiedenen Reichen an, unter anderem dem Maurya-Reich (bis 185 v. Chr.), dem Shatavahana-Reich (bis 220 n. Chr.) und dem Kshatrapa-Reich (bis etwa 300 n. Chr.). Anfang des 7. Jahrhunderts wurde das Land von den Chalukyas erobert, die nach einer jahrhundertelangen buddhistischen Periode den Hinduismus wieder in den Vordergrund stellten. Ab dem 8. Jahrhundert siedelten an der Westküste Indiens Juden aus Jemen und Anhänger der Religion des Zarathustra aus Persien, die vor dem Ansturm der islamischen Eroberer dorthin geflüchtet waren. Bis Ende des 13. Jahrhunderts beherrschten verschiedene Dynastien diesen eher unbedeutenden und abgelegenen Landstrich. Die Ortschaft Puri auf der Insel Elephanta war bis dahin die größte Siedlung in der Region. Im 13. Jahrhundert bestand in der Gegend das legendäre selbständige Königreich unter König Raja Bhimdev. Er gilt als Gründer von Bombay. 1508 segelte der portugiesische Forscher und Händler Francisco de Almeida mit seinem Schiff in den tiefen natürlichen Hafen der Insel Bombay. Angenehm beeindruckt durch die Geographie und die Bedingungen, nannte er sie Bom Bahia (gute Bucht). 1585 gehörten den Franziskanern und Jesuiten die Inseln Salsette, Bombay, Mahim, Parel und Worli. Die Einnahmen der Ordensgemeinschaften aus dem Handel mit Gewürzen waren beträchtlich. 1583 kamen die ersten englischen Kaufleute an die indische Westküste. 1612 besiegte eine englische Flotte in der Seeschlacht von Suvali (Swally) nördlich von Surat die Portugiesen. Daraufhin errichtete die Britische Ostindien-Kompanie die erste feste Handelsniederlassung in der Hafenstadt Surat. 1626 griffen die Briten Bombay an und verbrannten das portugiesische Herrenhaus. Am 23. Juni 1661 wurde der Hafen und die Insel Bombay durch einen Heiratsvertrag zwischen dem englischen König Karl II. und der portugiesischen Infantin Katharina von Braganza an den König von England übergeben. Die Stadt behielt den vom portugiesischen „Bom Bahia“ abgeleiteten, anglisierten Namen Bombay bei. Gerald Aungier, der sechste Gouverneur (1669–1677), machte es sich zur Aufgabe, „die Stadt, die mit Gottes Hilfe gebaut werden soll“, zu planen. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Niederlassung tatsächlich Verwaltungssitz der Britischen Ostindien-Kompanie geworden. Bombay entwickelte sich nach der Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien im Jahre 1947 zur Handels- und Kulturhauptstadt Indiens.
Kalkutta, offiziell Kolkataist die Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen in Indien. Der Name der Stadt leitet sich von dem Fischerdorf Kalikata her, das 1495 vom bengalischen Dichter Bipradas Pipilai zum ersten Mal erwähnt wird. Der Name bedeutet „schwarzes Tor“ oder „Tor der Göttin Kali“. Mit armenischer finanzieller Unterstützung kaufte die Ostindien-Kompanie Land um Sutanuti und stellte im Jahre 1699 ihre erste Festung in der Region fertig, genannt Fort William, nach dem König von England und Schottland, William III. (1650–1702). Nur wenige Jahre später legte die Ostindien-Kompanie Sutanuti und zwei weitere Dörfer zur Stadt Kalkutta zusammen. 1715 handelte eine Delegation am Mogulhof in Delhi weitere Handelsrechte und die Übernahme mehrerer Dörfer und Städte an beiden Ufern des Hugli aus.
Größe (cm)23 x 32,5
ZustandPerfekt, dem Alter entsprechend
Koloritkoloriert
TechnikHolzstich

Nachdruck:

18.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )