Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Joannes Baptista Homann Sac. Ceaes. Regq Cath. Maj.

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Artikel ID T0124
Stecher Winter Johann Wilhelm
Titel Joannes Baptista Homann Sac. Ceaes. Regq Cath. Maj.
Zeit ca. 1741
Beschreibung Porträt des deutschen Kartographen und Kupferstecher Johann Baptist Homann. Johann Babtiste Homann. Im Jahr 1702 gründete er einen Handel und einen Verlag für Kartographie in Nürnberg, der zahlreiche Globen und Karten publizierte. Eine erste Zusammenstellung erschien 1707. Homann lieferte etwa 200 Karten, darunter den Großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicus (1719) in 18 Blättern. Bekannt wurde seine Phantasiekarte accurata tabulae utopiae vom Schlaraffenland nach der fiktiven Reisebeschreibung Johann Andreas Schnebelin ( 1706). Daneben fertigte er auch Armillarsphären und andere mechanische Kunstwerke. Homann unterbot die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Seine Karten waren mit reichem künstlerischem Beiwerk sowie historischen und ethnographischen Abbildungen ausgestattet. Im Jahr 1715 wurde Homann zum Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin gewählt und auch zum kaiserlichen Geographen am Hof Karls VI. ernannt. Er arbeitete sehr eng mit dem schon damals bekannten Nürnberger Kupferstecher Christoph Weigel (1654–1725) zusammen. Sein Kleiner Atlas scholasticus von 18 Charten von 1710 war accomodirt durch den Leipziger Schulbuchautor Johann Hübner (1668–1731) und der 1719 herausgebrachte Atlas methodicus war nach Hübnerischer Lehrart eingerichtet. Johann Baptist Homann starb am 1. Juli 1724. Sein Unternehmen ging auf seinen Sohn Johann Christoph Homann (1703–1730) über. Er setzte seine beiden Geschäftsführer, Johann Georg Ebersberger (oder Ebersperger) und Johann Michael Franz zu Erben der Handlung ein. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen unter dem Namen -Homanns Erben- (auch „Homannsche Erben“ oder „Homännische Erben“, franz. Heritiers de Homann, lat Homannianos Heredes) fortgeführt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts waren weiterhin renommierte Gelehrte wie z.B. Johann Michael Franz, Tobias Mayer, Johann Gabriel Doppelmayr, Georg Moritz Lowitz, Johann Hübner und Johann Gottfried Gregorii für das Unternehmen tätig. Die lange und wechselvolle Erfolgsgeschichte des Branchenprimus endete erst 1848 mit dem Tod des letzten Besitzers Christoph Franz Fembo.
Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)37 x 27
ZustandEcke rechts untern fachmännisch ergänzt, Riß
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

67.50 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )