I. Tulipa polyanthos praecox rosea colore mixta. II. Tulipa Persica aperta. III. Tulipa Persica non aperta.

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Artikel ID DP1011

Titel

I. Tulipa polyanthos praecox rosea colore mixta. II. Tulipa Persica aperta. III. Tulipa Persica non aperta.

Beschreibung

Prachtvolle Darstellung einer mehrblütigen geflammten Tulpe, rechts eine weiße botanische Blüte geöffnet und links eine geschlossen. Rückseite Tertius Ordo. Fol. 10. 1613 erschien in Erstauflage das Prachtwerks Hortus Eystettensis, angefertigt durch den Apotheker, Botaniker, Sammler, Kupferstecher und Verleger Basilius Besler aus Nürnberg - 400 jähriges Jubiläum der ersten Ausgabe!

Zeit

ca. 1613

Stecher

Besler Basilius (1561-1629)

Besler, Basilius (1561-1629) Nürnberg 1613 erschien in Erstauflage das Prachtwerk Hortus Eystettensis, angefertigt durch den Apotheker, Botaniker, Sammler, Kupferstecher und Verleger Basilius Besler aus Nürnberg (1561–1629). Der Druck selber ist wohl in verschiedenen Werkstätten erfolgt. Das Buch zeigt in 367 ganzseitigen Abbildungen im Format 56 x 47 cm, insgesamt 1.084 Pflanzen, davon ist eine Pflanze auf einem nach oben ausklappbaren Doppelblatt wiedergegeben. Bei den Pflanzendarstellungen ist großer Wert darauf gelegt worden, dass mit Hilfe des Buches ein Gewächs zweifelsfrei bestimmbar ist. Einige der Ausgaben wurden aufwändig koloriert, jedoch zeichnen sich auch die unkolorierten Drucke durch hohe grafische Qualität aus. Verwendet wurde Kupferstich, eine grafische Technik, die auf Grund der Feinheit der Linien und der schraffierenden Überlagerung der Striche eine plastische Wiedergabe der dargestellten Pflanzen ermöglicht. Das Werk Hortus Eystettensis ist der Kurztitel eines Pflanzenbuchs des Nürnberger Apothekers Basilius Besler (1561–1629) mit 367 ganzseitigen Kupfertafeln, das auf Veranlassung des Eichstätter Fürstbischofs Johann Konrad von Gemmingen (1561–1612) erstmals 1613 erschien. Gegenstand des Werks sind die Pflanzen des Gartens Hortus Eystettensis im Stile der Renaissance an der Willibaldsburg in Eichstätt. Der ab 1595 amtierende Erzbischof Gemmingen beauftragte den Arzt und Botaniker Joachim Camerarius (1534–1598) mit einer Erweiterung des Schlossgartens. Nach Camerarius' Tod setzte der Nürnberger Apotheker Basilius Besler (1561–1629) seine Arbeit fort. Das Werk zeigt Pflanzenarten aus aller Welt, darunter 349 Arten, die in Deutschland vorkamen, 209 süd- und südosteuropäischer Herkunft, 63 asiatische, 9 afrikanische und 23 amerikanische Arten. Ob diese Pflanzen alle im fürstbischöflichen Garten auf Willibaldsburg wuchsen, muss offenbleiben. Das Buch enthält nahezu alle zu dieser Zeit bekannten Kulturpflanzen. „Wildpflanzen“ wie Gräser und Moose, die damals durchaus schon beschrieben waren, sind nicht enthalten, daher ist das Buch kein botanisches Lehrwerk. Ebenso wenig ist es als Arzneibuch anzusprechen, da nur 250 der beschriebenen Pflanzen eine Heilkraft zuerkannt wurde. Vielmehr ist das Buch ein wichtiger Beitrag zur fürstbischöflichen, weltmännischen Repräsentation über das kleine Fürstentum hinaus. Die Pflanzen sind nur wenn es das Buchformat zuließ, in natürlicher Größe dargestellt; ansonsten sind sie verkleinert oder auch vergrößert. Besler ordnete sie nach der Jahreszeit ihres Erscheinens. Da Besler kein Wissenschaftler war, hatte er den Altdorfer Botaniker Ludwig Jungermann als Mitautor gewonnen. Besler besorgte den Zeichner und die Kupferstecher und war für die Textredaktion und vor allem für den Vertrieb des Buches zuständig.

Historische Beschreibung

Die Pflanzenkunde, oder auch Botanik, beschäftigt sich eingehend mit der Vielfalt der Pflanzenwelt und versucht diese in ein System zu bringen. Die Pflanzen werden hinsichtlich Struktur, Wachstum, Lebenszyklus, Reproduktion, Stoffwechsel und chemischer Eigenschaften untersucht. Die Pflanzenkunde ist eine der ältesten Wissenschaften: Schon früh beschäftigte man sich mit der Wirkung bestimmter Pflanzen. Von Interesse war, ob diese essbar oder von heilender Natur waren. Heute ergeben fünf Teilgebiete zusammen die Botanik. Die Pflanzenmorphologie erforscht die Pflanzenstruktur und Pflanzenform. Dazu gehören der innere und äußere Aufbau genauso wie der Aufbau der Pflanzenzelle. Die Pflanzenphysiologie untersucht Funktionsabläufe wie beispielsweise den Stoffwechsel. Ordnung in die Pflanzenwelt bringt die Pflanzensystematik. Sie beschreibt präzise die verschiedenen Pflanzenarten. Mit dem Standort der Gewächse befasst sich die Geobotanik. Dies schließt die Wechselwirkung zwischen der Pflanze und ihrer Umgebung ein. Die Ökophysiologie ergründet, inwiefern und weshalb sich.Pflanzen in der Vergangenheit ihrer Umgebung angepasst haben. Dies ist besonders interessant, da dies auch in Umgebungen mit lebensfeindlichen Bedingungen geschieht.

Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)46 x 39 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

330.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )