Hispalis vulgo sevilliae Urbis toto orbe Celeberrimae Primariae effigies Hispaniaeque. / Sevillia

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Artikel ID EUE4742

Titel

Hispalis vulgo sevilliae Urbis toto orbe Celeberrimae Primariae effigies Hispaniaeque. / Sevillia

Beschreibung

Prachtvolle Gesamtansicht von Sevilla mit zwei Wappendarstellungen, einer Titelschleife und einem Städteindex unterhalb der Ansicht.

Zeit

ca. 1649

Stecher

Merian Matthäus (1593-1650)

Matthäus Merian (1593 – 1650) d. Ältere,in Basel geboren, gilt als einer der bedeutendsten Kupferstecher und Verleger des 17. Jahrhunderts. Berühmt wurde Merian durch seine seit 1640 für Martin Zeilers Topographia Germaniae angefertigten Städteansichten, die von hohem dokumentarischen Wert sind. Hierzu schuf er für die ersten 12 Bände, 1012 Kupferstiche nach eigenen und fremden Vorlagen. Ebenfalls bekannt sind seine Illustrationen für das Theatrum Europaeum (5 Bde. mit 545 Kupferstichen). Die beiden genannten Werke wurde nach Merians Tod von seinen Söhnen Matthäus d. J. (1621-87) und Kaspar (1627-86) fortgesetzt. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch eine Tochter aus zweiter Ehe, die bekannte Pflanzen- und Insektenmalerin Maria Sibylla Merian. Merian ist ebenfalls als Buchillustrator und Autor von über 700 Einzelblättern mit topographischen Darstellungen zu nennen.

Historische Beschreibung

Sevilla – vielleicht eine Gründung der Phönizier – war bereits vor der Ankunft der Römer ein wichtiges Handelszentrum und hieß im Altertum Híspalis. Die Mauren, islamisierte Berber, eroberten die Stadt 712. 1248 wurde Sevilla nach mehrmonatiger Belagerung im Rahmen der Reconquista von Ferdinand III. von Kastilien erobert und blieb seitdem im Besitz der christlichen Spanier. Peter I. ließ 1363 maurische Handwerker aus Granada kommen, die den Alcázar-Palast erbauten. Internationale wirtschaftliche Bedeutung erhielt die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert, als sie Hauptumschlagplatz des spanischen Seehandels und Zentrum der spanischen Kunst, namentlich der Malerei, war. Während dieser Zeit besaß der Hafen von Sevilla das Monopol über den Handel mit Übersee. Amerigo Vespucci und Ferdinand Magellan planten und starteten hier ihre Entdeckungsreisen. Die Casa de Contratación war das spanische Verwaltungszentrum für alle amerikanischen Angelegenheiten; in der ehemaligen Börse von Sevilla, der Casa Lonja de Mercaderes, ist bis heute das Indienarchiv untergebracht.

Erscheinungsort Frankfurt am Main
Größe (cm)22,5 x 35 cm
ZustandFalz unten etwas restauriert
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

67.50 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )