Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Eigentliche Vorbildung des berümpten Treffens so zwischen dem Margrafen von Durlach, und Gen Tilly bey Wimpfen vorgangen. Anno 1622

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Artikel ID EUD3285
Stecher Merian Matthäus (1593-1650)
Matthäus Merian (1593 – 1650) d. Ältere,in Basel geboren, gilt als einer der bedeutendsten Kupferstecher und Verleger des 17. Jahrhunderts. Berühmt wurde Merian durch seine seit 1640 für Martin Zeilers Topographia Germaniae angefertigten Städteansichten, die von hohem dokumentarischen Wert sind. Hierzu schuf er für die ersten 12 Bände, 1012 Kupferstiche nach eigenen und fremden Vorlagen. Ebenfalls bekannt sind seine Illustrationen für das Theatrum Europaeum (5 Bde. mit 545 Kupferstichen). Die beiden genannten Werke wurde nach Merians Tod von seinen Söhnen Matthäus d. J. (1621-87) und Kaspar (1627-86) fortgesetzt. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch eine Tochter aus zweiter Ehe, die bekannte Pflanzen- und Insektenmalerin Maria Sibylla Merian. Merian ist ebenfalls als Buchillustrator und Autor von über 700 Einzelblättern mit topographischen Darstellungen zu nennen.
Titel Eigentliche Vorbildung des berümpten Treffens so zwischen dem Margrafen von Durlach, und Gen Tilly bey Wimpfen vorgangen. Anno 1622
Zeit ca. 1643
Beschreibung Karte zeigt einen Vogeschauplan der Schlacht bei Bad Wimpfen am Neckar im Jahr 1622. Der Neckarlauf von Wimpfen bis Heilbronn mit Ansichten der Städte, zeigt auch Neckargartach und Eisisheim. Die Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622 war eine bedeutende Schlacht in der ersten Phase des Dreißigjährigen Krieges, dem Böhmisch-Pfälzischen Krieg. Sie wurde zwischen Wimpfen, Biberach, Obereisesheim und Untereisesheim geschlagen und endete mit dem Sieg der katholischen, bayerischen und spanischen Truppen unter Tilly und Cordoba über den lutherischen Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach.
Baden Würtemberg wurde erst 1952 durch Zusammenschluss der Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern gegründet. Heute ist die Bevölkerungsreichste Stadt Baden-Württembergs die Landeshauptstadt Stuttgart, gefolgt von Karlsruhe und Mannheim. Weitere Großstädte sind Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Ulm, Heilbronn, Pforzheim und Reutlingen. Die frühe Neuzeit war geprägt von der Reformation und den Expansionsbestrebungen der entstehenden Flächenstaaten Österreich, Preußen, Frankreich und Schweden. Aus diesen resultierten Konflikte wie der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg und der Pfälzische Erbfolgekrieg. Im heutigen Baden-Württemberg, das territorial außerordentlich stark zersplittert blieb, lag dabei einer der Schwerpunkte der Kampfhandlungen mit entsprechenden Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft. Hatten zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch etwa 300 Staaten im Gebiet des heutigen Baden-Württembergs territoriale Rechte inne, so reduzierte sich deren Zahl nach der Auflösung des Alten Reiches auf vier. Vor allem das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden gehörten zu den Gewinnern der Koalitionskriege. Die beiden Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen überlebten aufgrund besonderer Beziehungen zu Napoléon die Mediatisierung. 1849 wurde die Badische Revolution durch preußische Interventionstruppen niedergeschlagen, die Badische Armee aufgelöst und unter preußischer Führung neu aufgebaut. 1850 wurden die beiden hohenzollerischen Staaten zur preußischen Provinz Hohenzollernsche Lande. Mit der Neubildung der Stammesherzogtümer gehörten die südlichen Gebiete des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg bis zum Ausgang des Hochmittelalters zum Herzogtum Schwaben, die nördlichen Gebiete befanden sich beim Herzogtum Franken.
Besonderheiten Aus Theatrum Europaeum, 1643
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Größe (cm)28 x 35
ZustandBruchstellen Druckerrand fachmännisch restauriert
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

33.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )