Des herzogthums Schlesien Fürstenthümer Jauer, Liegnitz und Wohlau oder die zur Glogauischen Kammer gehörigen Kreises Jauer, Bunzlau, Löwenberg, ..

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Artikel ID EUP3388

Titel

Des herzogthums Schlesien Fürstenthümer Jauer, Liegnitz und Wohlau oder die zur Glogauischen Kammer gehörigen Kreises Jauer, Bunzlau, Löwenberg, ..

Beschreibung

Karte zeigt Niederschlesien mit den Städten Jawor (Jauer), Legnica (Liegnitz), Wolow (Wohlau), Jelenia Gora (Hirschberg), Boleslawiec (Bunzlau), Lwowek Slaski (Löwenberg), Zlotoryja (Goldberg), Chojnow (Haynau), Lubin (Lüben) und Steinau-Raudten.

Zeit

ca. 1791

Stecher

Reilly Franz Johann Joseph (1766-1820)

Franz Johann Joseph von Reilly (1766 - 1820) Wien. Er war Österreicher und produzierte zwischen 1789 und 1806 über 830 Karten für sein großes Atlasprojekt - Chauplatz der Funf Theile der Welt -. Von diesen 830 Karten, die in dieser Zeitspanne von siebzehn Jahren veröffentlicht wurden, "präsentierte" er nur einen Teil der Welt, Europa. Karten der anderen vier Kontinente blieben unveröffentlicht. Die Karten des Schauplatzes ... wurden nach einheitlichen Kriterien gezeichnet. Reillys Großer Deutscher Atlas war auch als erster vollständig "österreichischer" Atlas bemerkenswert. Dieser große Weltatlas mit relativ wenigen Karten wurde zwischen 1794 und Ende 1796 herausgegeben. Reilly könnte zumindest teilweise Franz Anton Schraembls Werk als Vorbild genommen haben.

Historische Beschreibung

Schlesien ist eine Region in Mitteleuropa beiderseits des Ober- und Mittellaufs der Oder und erstreckt sich im Süden entlang der Sudeten und Beskiden. Schlesien liegt zum größten Teil im heutigen Polen. Ein kleiner Teil im Westen von Niederschlesien gehört zu Ostdeutschland, ein südlicher Teil von Oberschlesien zu Tschechien. Von 1526 bis 1742 waren die Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien. Im 16. Jahrhundert wurde fast ganz Schlesien protestantisch. Bekannte schlesische Reformatoren waren unter anderem Johann Heß und Caspar von Schwenckfeld, auf dessen Theologie sich die noch bis ins 17. Jahrhundert in Schlesien vertretenen Schwenkfeldianer beriefen. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte. Diesen Erwerb konnte Friedrich der Große im zweiten Schlesischen Krieg und auch im Dritten Schlesischen Krieg (1756 bis 1763) verteidigen. Ein kleinerer Teil Oberschlesiens um Troppau, Jägerndorf, Teschen und Bielitz sowie der südliche Teil des zu Niederschlesien gehörenden Fürstentums Neisse (= bis 1938 der politische Bezirk Freiwaldau) blieb als Österreichisch-Schlesien (offiziell: „Herzogtum Ober- und Niederschlesien“) bis 1918 Bestandteil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Zuerst (bis 1782) als Teil des Königreichs Böhmen, danach (bis 1849 und 1860–1861) Mährens. Laut einem Dekret vom 4. März 1849 wurden alle Völker des Kaisertums Österreich, darunter auch Schlesier, gleichberechtigt.

Erscheinungsort Wien
Größe (cm)22,5 x 28,5
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

42.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )