Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Des Benzonis Gespräch / so er mit einem Könischen Cacico gehalten in der Landschafft Nicaragua, von dem Wesen und Sitten der Christen.

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Artikel ID AMW1303
Stecher Bry, de Theodor, Dietrich (1528-1598)
Bry De,Theodorus (1528-1598) Frankfurt a.M. 1578 ging Theodor de Bry mit seiner Familie nach Frankfurt am Main, gründete ein Kupferstecher- und Verlagsunternehmen und beantragte das Bürgerrecht. Zwischen 1586 und 1588 hielt er sich eine Zeit lang in London auf, arbeitete mit dem Geographen Richard Hakluyt zusammen und begann Berichte und Illustrationen verschiedener europäischer Forschungsexpeditionen zu sammeln. Nach seiner Rückkehr 1589 arbeitete er seine Pläne für neue Publikationen mit seinen Söhnen aus. Von 1590 bis 1634 gab Theodor de Bry in Frankfurt zwei der bedeutendsten Reiseberichtsammlungen der Frühen Neuzeit heraus. Die West–Indischen Reisen (auch Geschichte Amerikas genannt) und die Ost–Indischen Reisen. Die ganze Sammlung kam unter dem Titel : Collectiones peregrinationum in Indiam Orientalem et Indiam Occidentalem XXV partibus comprehensae. Opus illustratum figuris aeneis Fratrum de Bry et Meriani heraus. Bei diesen sowie bei seinen anderen Arbeiten wurde de Bry von seinen beiden Söhnen Johann Theodor (1561–1623) und Johann Israel (1570–1611) unterstützt.
Titel Des Benzonis Gespräch / so er mit einem Könischen Cacico gehalten in der Landschafft Nicaragua, von dem Wesen und Sitten der Christen.
Zeit ca. 1595
Beschreibung
Ansicht zeigt die Einheimischen Nicaraguas beim Kochen für den Spanier Benzo.

Bei seiner vierten Reise landete Christoph Kolumbus im Juli 1502 auf der Insel Guanaja, die zu den honduranischen Islas de la Bahía gehört. Von der Mündung des Río Coco, dem Cabo Gracias a Dios, folgte er der Küste Nicaraguas und ankerte an der Mündung des Río San Juan, um schwere Stürme zu überstehen. Von Panama aus unternahm der Konquistador Pedrarias Dávila 1519 Raubzüge nach Costa Rica und Nicaragua. Obwohl die unmittelbare Beute relativ hoch war, wurde im Verlauf des Eroberungszuges klar, dass auf Dauer die Quelle des Reichtums in den Menschen bestand. In den 1520er-Jahren wurde das Gebiet von Spanien als Kolonie besiedelt, um die Encomienda in Gang zu setzen. Nahe der Pazifikküste wurden die ersten spanischen Kolonialstädte in Nicaragua gegründet: Granada (1523), León (1524) und Bruselas, das nach wenigen Jahren wieder verödete. Während der Kazike Nicarao sein Land für den kastilischen König requirieren ließ, sich zum Christentum bekehrte und den Spaniern wertvolle Geschenke machte, wiegte der Kazike Diriangén die Spanier durch seine Taufe in Sicherheit, um sie dann mit einigen tausend Indígenas auf dem Schlachtfeld anzugreifen. Der Hauptmann Francisco Hernández de Córdoba drang im Auftrag von Pedrarias durch Nicaragua bis nach Honduras vor und gründete 1523 am Nordufer des Nicaraguasees Granada. Cortés’ Hauptmann Pedro de Alvarado eroberte 1523 bis 1535 Guatemala und El Salvador. 1524 erreichten sie San Salvador. Dabei stießen die beiden Herrschaftsgebiete von Cortés einerseits und Pedrarias andererseits in der Region Nicaragua/Honduras zusammen. Gil González Dávila und Andrés Niño eroberten 1524 Honduras. Als der von Pedrarias entsandte Capitán Dávila mit einer in Spanien erworbenen eigenen Capitulación an der Karibikküste landete, wurde er von Cortés Leuten in Ketten nach Spanien zurückgeschickt. Da wegen des indigenen Widerstandes in Honduras und Panamá Gouverneure von der spanischen Krone direkt eingesetzt wurden, blieb Nicaragua Pedrarias überlassen. Ein bedeutender Teil der Bevölkerung des heutigen Nicaragua wurde 1538 versklavt und in die Silberminen Perús und Boliviens deportiert.
Besonderheiten Aus dem 5. Buch von Th. De Bry
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Größe (cm)28 x 18,5 cm
ZustandPerfekter Zustand
Koloritaltkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

57.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )