Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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De Zee Custen van Vrancryck tußchen Swartenes, en C. de la Hague / Als meede de Custen van Engelandt tußchen Doveren, en Poortlandt.
| Artikel ID | SE0325 |
Titel | De Zee Custen van Vrancryck tußchen Swartenes, en C. de la Hague / Als meede de Custen van Engelandt tußchen Doveren, en Poortlandt. |
Beschreibung | Seekarte zeigt den Ärmelkanal mit den Küsten von Frankreich zwischen Le Havre bis Boulogne-sur-Mer, sowie die Küsten von England zwischen Dover und Isle of Poortland. Oben links eine Teilkarte einer Mündung des Ärmelkanals in Frankreich, Titelkartusche, Meilenzeigerkartusche, zwei Windrosen und zwei Segelschiffe. Karte ist nach Süden ausgerichtet. |
| Zeit | ca. |
Stecher | Donckert Herman (1626-1699) |
Hendrick Doncker ( 1626- 1699 Amsterdam ) war ein niederländischer Kartograph, Verleger, Buch- und Kupferdrucker aus Amsterdam. Er war Verleger von See-Karten, nautischen Atlanten und anderen kartographischen Werken und darüber hinaus war er auch Drucker und Verkaufshändler. Doncker betrieb über 50 Jahre lang ein Kartographen- und Buchgeschäft in Amsterdam, am Nieuwe Brugsteeg. Er war bekannt dafür, eigene, originelle Karten und Seekarten zu entwerfen, anstatt wie viele andere Kartographen lediglich Kopien älterer Karten zu erstellen. Sein wichtigstes Werk war der „Zee-Atlas“ (Seeratlas) bzw. „Water-Werelt“, ein umfangreicher Satz von Seekarten, der erstmals 1659 erschien und über Jahrzehnte in vielen Editionen gedruckt und verbessert wurde. Er arbeitete auch mit anderen Kartographen wie Pieter Goos und Theunis (Anthonie) Jacobsz Lootsman zusammen, z. B. bei dem Pilot-Leitfaden „De Zeespiegel“. Donckers Seekarten deckten große Teile der damals bekannten Welt ab, darunter detaillierte Karten der Nordatlantik-Region, des Mittelmeerraums, von Skandinavien, Nordafrika und anderen wichtigen Seefahrtsgebieten. | |
Historische Beschreibung | Der Ärmelkanal (engl. English Channel, franz. La Manche) war um 1680 eine bedeutende Seehandels- und Militärzone zwischen England und dem Festland Europas, insbesondere Frankreich. Um 1680 herrschte in England König Karl II. aus dem Haus Stuart. In Frankreich regierte Ludwig XIV., der "Sonnenkönig". Die Beziehungen zwischen England und Frankreich waren angespannt und wechselhaft – mal verbündet, mal verfeindet. Der Ärmelkanal war eine strategische Grenze und oft Schauplatz von Spionage, Piraterie und Marinekonflikten. Der Kanal war stark befahren: Handelsrouten führten von den Niederlanden, Frankreich und Spanien nach England, es waare auch zahlreiche Piraten und Freibeuter unterwegs und die Navigation war aufgrund von Stürmen und schlechter Seekarten schwierig und riskant. Um 1680 war der Ärmelkanal ein politisch und wirtschaftlich hochsensibler Raum. Er trennte nicht nur zwei große Mächte, sondern verband sie auch durch Handel, Diplomatie – und Konflikte. |
| Größe (cm) | 44 x 52 cm |
| Zustand | Rand oben und unten fachmännisch ergänzt |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Kupferstich |


