Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Das Hoch-Fürstliche Schloß Hohen Schwangau.

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Artikel ID EUD4132
Stecher Wening Michael (1645-1718)
Michael Wening war Hofkupferstecher bei Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern. Als Sohn von Schweinmetzger Balthasar Wening und dessen Frau Katharina wurde Michael Wening 1645 in Nürnberg geboren. Seit 1669 war sein Aufenthalt in München nachweisbar, nachdem er 1668 aus seiner Heimatstadt dorthin gezogen war. Er arbeitete bei Hofe zunächst vor allem als Fourier. Nachdem er schon zuvor zunehmend Aufträge als Kupferstecher bekommen hatte, wurde er 1675 zum Hofkupferstecher und 1680 zum kurfürstlichen Ritterstubenportier ernannt. Wening fertigte in dieser Zeit viele Schlachtendarstellungen aus den Türkenkriegen für Kurfürst Max Emanuel an, die bis heute von Historikern geschätzt werden und die Ereignisse jener Zeit veranschaulichen. Nach kleineren Arbeiten als Kupferstecher erhielt er im Juni 1696 von Kurfürst Max Emanuel einen Vertrag für die Darstellung aller Orte in den vier Rentämtern Münchens, Burghausen, Landshut und Straubing. Am 12. November 1692 zog er von Dachau aus mit einem fürstlichen Patent versehen durch das Land. Bis zum Januar hatte er schon 131 Orte abgebildet. Am 2. November 1701 war mit dem Rentamt München der erste Band der Historico-topographica descriptio Bavariae (1701–1726) fertiggestellt. In diesem vierbändigen Hauptwerk finden sich, nach Rentämtern geordnet, Abbildungen von bayerischen Städten, Schlössern und Klöstern. Insgesamt stach er etwa 1000 Orte in Kupfer. Die Texte schrieb der Jesuit Ferdinand Schönwetter. Wening schuf außerdem noch Bildnisse und Veduten sowie Stiche der Schlachten des Kurfürsten Max Emanuel im Kampf gegen die Türken.
Titel Das Hoch-Fürstliche Schloß Hohen Schwangau.
Zeit ca. 1700
Beschreibung Ansicht zeigt das Schloß Hohenschwangau, es liegt direkt gegenüber von Schloss Neuschwanstein im Ortsteil Hohenschwangau der Gemeinde Schwangau bei Füssen in Bayern.
Das heutige Schloss Hohenschwangau ist von 1537 bis 1547 in die teilweise erhaltenen Außenmauern der Burg Schwanstein aus dem 14. Jahrhundert hineingebaut worden. Das Schloss diente der königlichen Familie als Sommerresidenz und war die Kinderstube der beiden Söhne, der späteren Könige Ludwig II. und Otto. Ihre Mutter Marie von Bayern (1825–1889) unternahm mit ihnen häufig Bergwanderungen, so auch auf die alten Burgen Vorder- und Hinterhohenschwangau und Frauenstein. Sie verlebte hier auch nach dem Tod von König Max II. 1864 alljährlich mehrere Sommermonate. In ihrer Abwesenheit nutzte auch Ludwig II. häufig das Schloss, so auch während der Errichtung seines eigenen Schlosses Neuschwanstein von 1869 bis 1884. Seit 1923 bis heute gehört das Schloss dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds und wird als Museum genutzt. Zugleich steht es jedoch Mitgliedern der Familie Wittelsbach gelegentlich für Aufenthalte oder Feiern zur Verfügung.
Erscheinungsort München
Größe (cm)25,5 x 68,5 cm
ZustandAuf 2 Platten geduckt und zusammengesetzt
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

63.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )