Beschreibung des heiligen Landes

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Artikel ID ASP064

Titel

Beschreibung des heiligen Landes

Beschreibung

Karte des Heiligen Landes mit zwei Seeungeheuer.

Zeit

ca. 1580

Stecher

Bünting Heinrich (1545-1606)

Heinrich Bünting (1545–1606) war ein evangelischer Theologe, Geograph und Chronist aus Hannover. Sein Hauptwerk Itinerarium Sacrae Scripturae, ein reich illustriertes Werk zur biblischen Geographie, wurde vielfach aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt. Obwohl er das Heilige Land nie selbst bereist hatte, rekonstruierte Bünting biblische Reisewege anhand älterer Karten und Berichte. Das Werk gilt als umfassendste Darstellung der damaligen Kenntnisse über Palästina. Berühmt wurden besonders seine symbolischen Karten, etwa die Darstellung der Welt als Kleeblatt – eine Anspielung auf das Wappen Hannovers – sowie Europa als Jungfrau. Diese Karten fanden auch in späteren Werken und politischer Propaganda Verwendung.

Historische Beschreibung

Die ersten archäologisch nachgewiesenen Spuren einer früh- oder protoisraelitischen Besiedlung der Maschrek-Region gehen auf die Zeit zwischen dem 12. und dem 11. Jahrhundert v. Chr. Zurück. Jerusalem wurde nach biblischer Überlieferung etwa 1000 v. Chr. durch David von den Jebusitern erobert und als Hauptstadt seines Großreiches auserkoren. Das Land wurde in weiterer Folge Teil des Perserreichs, dann des Reiches von Alexander dem Großen, zuletzt des Reichs der Seleukiden. Der Aufstand der Makkabäer 165 v. Chr. brachte Israel noch einmal für etwa 100 Jahre staatliche Unabhängigkeit. 63 v. Chr. begann die Zeit der römischen Oberherrschaft. Die Römer gliederten das Gebiet in zwei Provinzen auf: Syria im Norden, Judäa im Süden. Im Zuge der islamischen Expansion geriet das Gebiet 636 unter arabische Herrschaft. Seit dieser Zeit wurde Palästina mehrheitlich von Arabern bewohnt. Die Kreuzfahrer beherrschten von 1099 bis 1291 das von ihnen so bezeichnete „Lateinische Königreich Jerusalem“. Es folgten die Mamluken von 1291 bis 1517 und dann die osmanische Herrschaft von 1517 bis 1918. Keine dieser Obrigkeiten hatte für Palästina eine eigene Verwaltung vorgesehen oder das Gebiet als selbstständige geographische Einheit betrachtet. Auch für die Osmanen war die Region ein Teil Syriens, wohl auf die römische Bezeichnung Syria zurückgehend.

Erscheinungsort Hannover
Größe (cm)27 x 37 cm
ZustandRand links und rechts fachmännisch erweitert.
TechnikHolzschnitt

Nachdruck:

330.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )