Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Athene oder minerna / der welt Das xxix. Blat
| Artikel ID | EUK5589 |
Titel | Athene oder minerna / der welt Das xxix. Blat |
Beschreibung | Abbildung der Stadt Athen in Griechenland und drei Abbildungen von Estrom, Aram und Minerna. Rückseite mit 8 Königen und Propheten. Aus Liber chronicarum, des sogenannten kleinen Schedel herausgegeben von Johann Schönsperger d. Ä., 1497. Der erste große Raubdruck in der Geschichte des Buchdrucks. |
| Zeit | ca. 1497 |
Stecher | Schedel Hartman (1440-1515) |
Hartmann Schedel (1440–1515) aus Nürnberg ist vor allem für die 1493 erschienene Schedelsche Weltchronik („Liber chronicarum“) bekannt, ein universalhistorisches Werk mit 1809 Holzschnitten – das reich bebilderteste Buch der frühen Druckgeschichte. Die Chronik, von Schedel in Latein für die Kaufleute Sebald Schreyer und Sebastian Kammermeister verfasst, wurde von Georg Alt ins Deutsche übersetzt und von Anton Koberger gedruckt. Die Illustrationen stammen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff. Die Chronik beschreibt die Weltgeschichte bis 1492/93, gegliedert in acht Weltalter, und basiert auf zahlreichen Quellen, u.a. Jacobus Foresta und Eneas Silvio Piccolomini. Besonders bedeutsam sind die authentischen Städteansichten, die erstmals viele Städte detailgetreu zeigen. Pleydenwurff führte eine neue Perspektive ein, die Städte aus einem festen Blickwinkel darstellt, was die Einmaligkeit der Stadtbilder betont. Die Finanzierung erfolgte u.a. durch den Mäzen Sebald Schreyer. | |
Historische Beschreibung | Der Sage nach buhlten die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner der damals noch namenlosen Stadt. Beide sollten den Einwohnern je ein Geschenk machen – wer der Stadt das schönste Geschenk machte, sollte zum Namenspatron auserkoren werden. Nach einer anderen Überlieferung wurde Athen von König Kekrops gegründet, weshalb Kekropia (Κεκροπία) ein alter Name Athens ist. Die Besiedlungsgeschichte des Gebiets der Stadt Athen reicht etwa 7500 Jahre zurück, bis in die Jungsteinzeit. Die Fläche wurde bereits sehr frühzeitig eingeebnet und mit einer starken Mauer umgeben, die mit neun hintereinander angeordneten Toren gesichert wurde (Enneapylai). Diese Anlage hieß nach den Pelasgern, denen man den Bau zuschrieb. Den Höhepunkt seines politischen und kulturellen Einflusses erreichte Athen als attische Demokratie und Führungsmacht im attischen Seebund während des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. Auch als die Stadt 86 v. Chr. dem Römischen Reich einverleibt wurde, behielt sie ihren Status als intellektuelles Zentrum und erreichte den Höhepunkt ihrer urbanen Entwicklung im 2. Jahrhundert n. Chr. Erst im 9. Jahrhundert wurde die Stadt Bischofssitz mit dem Parthenon als Bischofskirche. Nach dem Fall Konstantinopels 1453 wurden 1456 die Athener Unterstadt und 1458 auch die strategisch wichtige Oberstadt mit der Akropolis von den Osmanen durch Sultan Mehmeds II. Feldherrn Omar Pascha erobert. Der Parthenon wurde aus einer lateinischen in eine orthodoxe Kirche und 1460 in eine Moschee umgewandelt. Das Erechtheion diente dem osmanischen Kommandanten als Harem. Die Stadt verlor nun immer weiter an Bedeutung. Nach mehreren Zerstörungen zwischen dem 17. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert sank die Stadt zu einem unbedeutenden Provinzort herab. Athen wuchs in den vergangenen 150 Jahren extrem schnell zu seiner jetzigen Größe heran. |
| Besonderheiten | Deutsche Ausgabe, selten |
| Erscheinungsort | Augsburg |
| Größe (cm) | 24 x 14,5 cm |
| Zustand | Wurmlöcher fachmännisch hinterlegt |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Holzschnitt |


