Adina Sommer
Antike und zeitgenössische Kunst
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Mets. / Metis
| Artikel ID | EUF5626 |
Titel | Mets. / Metis |
Beschreibung | Vogelperspektive der Stadt Metz in Lothringen mit Titel, Indexkartusche und figürlichen Staffagen im Vordergrund. Rückseite mit lateinischer Beschreibung der Stadt Mets, S. 15. Ausgabe 1581-1588 |
| Zeit | ca. 1581 |
Stecher | Braun/Hogenberg Franz/ Georg (1572-1618) |
Frans Hogenberg ( 1535 -1590) war ein Kupferstecher und Radierer, der 1572 zusammen mit Georg Braun das Städteansichtenbuch Civitates Orbis Terrarum herausgab.Im Jahre 1570 hatte der Niederländer Abraham Ortelius seinen berühmten Weltatlas Theatrum Orbis Terrarum veröffentlicht – der erste seiner Art. Schefold übersetzte den Titel mit Beschreibung und Contrafactur der Vornembster Stät der Welt. Der Atlas war ein großer Erfolg und deshalb wohl Anreiz für die Edition der Civitates Orbis Terrarum, die in Größe und Gestaltung dem Weltatlas von Ortelius recht ähnlich aufgemacht und wohl auch als eine Ergänzung gedacht waren. Das Druckwerk Civitates Orbis Terrarum umfasst über 600 wirklichkeitsnahe Stadtansichten und Stadtpläne mit einem Gesamtumfang von ca. 1.600 Seiten. Sie wurden in sechs Bänden zwischen 1572 und 1618 herausgegeben und zeigten alle größeren Städte in Europa, Afrika, Asien und sogar in Amerika. Als Verleger fungierte Georg Braun, ein Theologe, der von 1541 bis 1622 lebte. Frans Hogenberg war der Graveur für die ersten 4 Bände. Er schuf schon zuvor verschiedene Landkarten für Abraham Ortelius. | |
Historische Beschreibung | Das überwiegend von keltischen Stämmen besiedelte Gebiet um die Mosel wurde in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. von Gaius Iulius Caesar im Gallischen Krieg erobert und später Teil der römischen Provinz Gallia Belgica. Aus einer Dreiteilung des Fränkischen Reichs entstand 843 das Lotharii Regnum, das nach seinem König benannte „Reich des Lothar“ oder Lotharingien.Es lag in der Mitte zwischen dem Ost- und dem Westfränkischen Reich und erstreckte sich ursprünglich als langgestrecktes Territorium vom Mittelmeer bis zur Nordsee. 870 wurde das Gebiet wieder zwischen dem Ost- und Westfränkischen Reich aufgeteilt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde Metz fränkisch und später Hauptstadt des merowingischen Teilreichs Austrasien. Im Hochmittelalter entwickelte sich Metz zu einer wohlhabenden freien Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, geprägt von Handel, Kirchenbau und Stadtmauern. 1552 wurde Metz von Frankreich besetzt und später im Westfälischen Frieden (1648) endgültig französisch. Die Stadt blieb jedoch kulturell und sprachlich lange vom Deutschen beeinflusst. |
| Besonderheiten | Aus "Civitates Orbis Terrarum", Band II |
| Erscheinungsort | Köln |
| Größe (cm) | 35,5 x 48,5 cm |
| Zustand | Perfekter Zustand |
| Kolorit | altkoloriert |
| Technik | Kupferstich |


