no title-River Donau

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Artikel ID EUX5410

Titel

no title-River Donau

Beschreibung

Dekorative Karte zeigt die Donau von Pressburg/Bratislava (Slowakei) über Hainburg an der Donau bis Schloss Petronell im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha. Links und rechts des Donaulaufs jeweil 3 Ansichten von Pressburg, Gate at Pressburg, Hainburg Castle, Petronell Castle, Theben Rocks und Hungarian Costume.

Zeit

ca. 1845

Stecher

Anonymus

Historische Beschreibung

Die Donau ist nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa. Sie durchfließt oder berührt zehn Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine) - mehr als jeder andere Fluss der Welt. Bereits im siebten Jahrhundert v. Chr. segelten Griechen, die vom Schwarzen Meer über die Stadt Tomis, das heutige Constanța, kamen, flussaufwärts. Ihre Entdeckungsreise endete am Eisernen Tor, einem felsigen Kataraktabschnitt mit vielen Untiefen, dessen gefährlicher Verlauf den griechischen Schiffen die Weiterfahrt über die Südkarpaten und das serbische Erzgebirge unmöglich machte. Unter den Römern bildete die Donau fast von der Quelle bis zur Mündung die Grenze zu den nördlich gelegenen Völkern und diente auch als Transportweg für Truppen und zur Versorgung der flussabwärts gelegenen Siedlungen. Auch die Route Karls des Großen, die das Heer Gottfrieds von Bouillon während des ersten Kreuzzuges zwischen 1096 und 1099 benutzte, verlief entlang der Donau von Regensburg bis Belgrad. Im Jahr 1529 erreichten die Türken Wien (damals das Zentrum Mitteleuropas) und belagerten es, wurden aber besiegt. So war die Expansion der Osmanen entlang der Donau gestoppt und ab der zweiten Schlacht bei Mohács (1687) verloren sie wieder Land und Macht. Neben den Österreichern blieb das Osmanische Reich aber weiterhin bis zum endgültigen Verlust seiner Balkangebiete durch die russisch-türkischen Kriege (1768–1774) und die Balkankriege 1912/13 der bedeutendste politische Faktor Südosteuropas. Die Donau war dabei nicht nur militärische und kommerzielle Hauptschlagader, sondern auch politische, kulturelle und religiöse Grenze zwischen Morgen- und Abendland. Im Friedensvertrag von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Donau 1919 zusammen mit Elbe, Memel und Oder zum Internationalen Fluss erklärt. Diese Internationalisierung der Wasserstraße hatte zur Folge, dass 1925 in der Donaustadt Regensburg die Hoffnung aufkam, die Stadt könne Anschluss finden an den sich rasant entwickelnden internationalen Luftverkehr. Die Flughafen GmbH Regensburg verfügte über einen Wasserlandeplatz auf der Donau bei Winzer. Wasserflugzeuge galten zu dieser Zeit kurzfristig als zukunftsträchtige Technologie und die königlich-britische Regierung plante eine Luftpostlinie mit Wasserflugzeugen quer über Europa nach Indien mit Zwischenlandungen auf der Donau. Die Pläne zerschlugen sich bereits 1926 / 27 nach rasanter Entwicklung der Flugtechnik.

Erscheinungsort London
Größe (cm)25,5 x 19,3 cm
ZustandGebräunt
Koloritaltkoloriert
TechnikStahlstich

Nachdruck:

42.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )