Oberer und gröster Theil des gantzen hochlobl. Franckischen Craisses…

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Artikel ID EUD0025

Titel

Oberer und gröster Theil des gantzen hochlobl. Franckischen Craisses…

Beschreibung

Karte von Ober- und Mittelfranken mit prachtvoller Kartusche und Wappen.

Zeit

ca. 1720

Stecher

Homann Johann Babtiste (1664-1724)

Johann Babtiste Homann (1664- 1724), Nürnberg. Im Jahr 1702 gründete er einen Handel und einen Verlag für Kartographie in Nürnberg, der zahlreiche Globen und Karten publizierte. Eine erste Zusammenstellung erschien 1707. Homann lieferte etwa 200 Karten, darunter den Großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicus (1719) in 18 Blättern. Bekannt wurde seine Phantasiekarte accurata tabulae utopiae vom Schlaraffenland nach der fiktiven Reisebeschreibung Johann Andreas Schnebelin ( 1706). Daneben fertigte er auch Armillarsphären und andere mechanische Kunstwerke. Homann unterbot die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Seine Karten waren mit reichem künstlerischem Beiwerk sowie historischen und ethnographischen Abbildungen ausgestattet.

Historische Beschreibung

Die Franken fielen mit ihren Siegen über die Alemannen und Thüringer in ihren Kerngebieten im 6. Jahrhundert in die heutige Region Franken. Nach den fränkischen Divisionen wurde die Francia orientialis aus den Gebieten der Diözesen Mainz, Worms, Würzburg und Speyer und später die Diözese Bamberg hinzugefügt. Im 7. Jahrhundert begannen die Slawen, die nordöstlichen Teile der Region von Osten aus zu bevölkern, da die Gebiete des heutigen Oberfranken dünn besiedelt waren (Bavaria Slavica). Karl der Große entwickelte die Gebiete um den Main zu einer königlichen Provinz. Ab der Mitte des 9. Jahrhunderts wurde das Herzogtum der Stämme, eines der fünf Herzogtümer des ostfränkischen Reiches, gegründet. Ab dem 12. Jahrhundert war das Nürnberger Schloss Sitz des Nürnberger Burgkreises. Ab etwa 1190 wurde der Burgrave von den Zollern regiert, der fränkischen Linie der späteren Hohenzollern, die im 19. und 20. Jahrhundert den deutschen Kaiser vertraten. Franken spielte bereits in der Zeit Rudolfs von Habsburg eine wichtige Rolle für das Königtum. Die Reiserouten der folgenden Könige zeugen von der Bevorzugung des Rhein-Main-Gebiets. 1376 wurde der schwäbische Städteverband gegründet, zu dem später auch mehrere fränkische Reichsstädte gehörten. Im Juli 1500, während der Regierungszeit von Kaiser Maximilian I., wurde das Reich im Zuge der kaiserlichen Reformbewegung in kaiserliche Kreise aufgeteilt, was 1512 zur Schaffung des fränkischen Reichskreises führte. Aus heutiger Sicht ist dies der fränkische Reichskreis manchmal als wichtige Grundlage für die Entwicklung eines fränkischen Gemeinschaftsgefühls angesehen, das bis heute besteht. Franken spielte eine wichtige Rolle bei der Ausweitung der Reformation von Martin Luther. Ab 1552 versuchte der Markgraf Albrecht Alcibiades, die Vorherrschaft der mächtigen Reichsstadt Nürnberg zu brechen und die Besitztümer der Fürsten zu säkularisieren, um ein von ihm regiertes Herzogtum zu schaffen. Große Teile Franken wurden bei den Kämpfen endgültig zerstört, bis König Ferdinand I. mit mehreren Herzögen und Fürsten beschloss, Albrecht zu unterwerfen. 1608 schlossen sich protestantische Herrscher im Reich zur sogenannten Union zusammen. Die katholische Seite reagierte 1609 mit einem Gegenbündnis, der Liga. Die Kontraste zwischen den beiden Lagern führten schließlich zum Dreißigjährigen Krieg, der zur größten Last des Zusammenhalts innerhalb des Frankenreiches wurde. Ab 1803 erhielt das spätere Königreich Bayern große Teile Franken mit der Hauptdeputation der kaiserlichen Deputation unter dem Druck Napoleons Bonapartes durch Säkularisierung und Mediatisierung. Durch den Rheinbund wurden Bayern, Württemberg, Baden und andere Gebiete enger mit Frankreich verbunden, das 1806 das Heilige Römische Reich und das Frankenreich auflöste.

Erscheinungsort Nürnberg
Größe (cm)56 x 49 cm
ZustandPerfekt, dem Alter entsprechend
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

57.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )