Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Nieuwe Afteekening van het Eyland en Koninkryk Sicilia

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Artikel ID EUI4125
Stecher Keulen Gerard van (1678-1726)
Gerard van Keulen (Amsterdam, 1678 – 1726) war ein niederländischer Kartograph, Autor und Buchhändler. Er war der Sohn von Johannes van Keulen. Johannes van Keulen (1654 - 1715) war Buchhändler in Amsterdam und gründete 1678 seinen eigenen Verlag. Das Familienunternehmen war erfolgreich bis ins 19. Jahrhundert, auch seine Söhne und Enkel hatten dazu beigetragen. Seine Hauptwerke waren der erstmals 1680 publizierte: Zee Atlas und der Zee-Fakkel um 1681 , dieser wurde in weiteren Auflagen bis 1803 veröffentlicht.
Titel Nieuwe Afteekening van het Eyland en Koninkryk Sicilia
Zeit ca. 1720
Beschreibung Karte zeigt Sizilien mit Schiffstafagen und dem Vulkan Ätna, die Südspitze des Italienischen Stiefels mit der Stadt Reggio Calabria, acht Windrosen und ein Wappen des Königreichs Sizilien. Des weiteren acht Teilkarten mit den Städten Palermo, Messina, Augusta, Sergento, Trapani, Milazzo, Catania mit dem Ätna und Neapel.
Die zentrale Lage Siziliens im Mittelmeer hat die wechselhafte Geschichte dieser Insel geprägt. Als Stützpunkte für Seefahrt und Handel hatten die Städte Siziliens stets eine große Bedeutung. Immer wieder bemächtigten sich deshalb neue Eroberer der Insel, blieben, vermischten sich mit der bereits ansässigen Bevölkerung und hinterließen ihre Spuren in der Kultur Siziliens. Nur selten war die Insel politisch selbständig, zumeist wurde sie von Reichen oder Staaten beherrscht, die ihr politisches Zentrum anderswo hatten. Ab etwa 800 v. Chr. begann die Periode der Kolonialisierung durch Phönizier, vornehmlich von der phönizischen Pflanzstadt Karthago aus, und etwas später durch Griechen, für die Sizilien ein Teil Großgriechenlands wurde. 264 v. Chr. setzte ein römisches Heer nach Sizilien über und löste damit einen verlustreichen Krieg mit den Karthagern aus. In der Spätantike war Sizilien weitgehend romanisiert. Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs im späten 5. Jahrhundert wurde Sizilien zunächst von den Vandalen und Ostgoten beherrscht und kam in der Mitte des 6. Jahrhunderts zum Oströmisch-Byzantinschen Reich. Der erste Anlauf zur christlichen Rückeroberung der Insel war noch eine byzantinische Initiative; der kaiserliche Befehlshaber Georgios Maniakes eroberte 1038 Messina und 1040 Syrakus. Nun erlebte Sizilien eine weitere Blütezeit und wurde 1130 zu einem eigenständigen Königreich. Eine Symbiose aus byzantinischen, arabischen und normannischen Traditionen brachte viele bedeutende Kunstwerke hervor. Danach geriet Sizilien wiederum unter die Kontrolle anderer Mächte: Aragon, Spanien, Savoyen und Österreich folgten aufeinander. Mit der Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann, kam Sizilien 1861 zum neuen Königreich Italien.
Erscheinungsort Amsterdam
Größe (cm)50 x 89 cm
ZustandFaltstelle und Risse fachmännsich hinterlegt
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

285.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )