Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

Carte de la Coste d’Arabie, Mer Rouge, et Golfe de Perse.

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Artikel ID ASA1155
Stecher Bellin Jacques Nicolas (1703-1772)
Jacques-Nicolas Bellin (1703 Paris -1772 Versailles) war ein französischer Kartograph, Ingenieur-Geograph, Hydrograph der Marine. Als Beiträger zur Encyclopédie verfasste er mehr als tausend Artikel über maritime Themen. Als Kartograph zeichnete Bellin sich vor allem auf dem Gebiet der Seekartographie aus. Ab 1721 arbeitete er für das Dépot des Cartes et Plans de la Marine, von 1741 bis zu seinem Tod als Ingenieur-Hydrograph der Marine. Im Jahr 1753 erschien sein Atlas Neptune français, der alle Küsten Frankreichs abbildete, 1756 die alle Meere der Erde betreffende Hydrographie françoise. Im Jahr 1764 erschien der fünfbändige Petit Atlas maritime, den Bellin auf Befehl des Marineministers Choiseul anfertigte. Darüber hinaus verfasste er eine Reihe geographischer Werke und mit Nouvelle méthode pour apprendre la géographie (1769) ein geographisches Lehrbuch für den Unterricht. Seine Karten illustrierten unter anderem Bougainvilles 1771 erschienenes Werk Voyage autour du monde. Als Mitautor der von Diderot und d'Alembert herausgegebenen Encyclopédie verfasste Bellin mehr als tausend Artikel aus dem Gebiet der Schifffahrt und Marine.
Titel Carte de la Coste d’Arabie, Mer Rouge, et Golfe de Perse.
Zeit ca. 1740
Beschreibung Karte zeigt gesamt Arabien, teiweise das Rote Meer und den Persischen Golf. Aus : Maps for Prevost's L'Histoire Générale des Voyages - 1747-61
Arabien, ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba, das zeitweise ganz Südwestarabien beherrschte und Kolonien in Eritrea und Tansania besaß. Im siebten Jahrhundert wurde der Islam zur dominierenden Religion der Halbinsel. Der islamische Prophet Muhammad wurde ungefähr 570 in Mekka geboren und begann 610 in der Stadt zu predigen, wanderte aber 622 nach Medina aus. Mohammed gründete ein neues einheitliches Gemeinwesen auf der arabischen Halbinsel, das unter den nachfolgenden Kalifaten von Rashidun und Umayyaden ein Jahrhundert der raschen Ausweitung der arabischen Macht weit über die arabische Halbinsel hinaus in Form eines riesigen muslimischen arabischen Reiches mit einem sich ausdehnenden Einflussbereich erlebte vom nordwestindischen Subkontinent über Zentralasien, den Nahen Osten, Nordafrika, Süditalien und die Iberische Halbinsel bis zu den Pyrenäen. Trotz seiner spirituellen Bedeutung wurde Arabien in politischer Hinsicht bald zu einer Randregion der islamischen Welt, in der die wichtigsten mittelalterlichen islamischen Staaten zu verschiedenen Zeiten in so weit entfernten Städten wie Damaskus, Bagdad und Kairo ansässig waren. Ab dem 10. Jahrhundert (und tatsächlich bis zum 20. Jahrhundert) behielten die haschemitischen Sharifs von Mekka jedoch einen Staat im am weitesten entwickelten Teil der Region, dem Hejaz, bei. Ihre Domäne umfasste ursprünglich nur die heiligen Städte Mekka und Medina, wurde jedoch im 13. Jahrhundert auf den Rest der Hejaz ausgedehnt. Obwohl die Sharifs im Hejaz größtenteils unabhängige Autorität ausübten, unterlagen sie gewöhnlich der Oberhoheit eines der großen islamischen Reiche der Zeit. Im Mittelalter gehörten dazu die Abbasiden von Bagdad sowie die Fatimiden, Ayyubiden und Mamluken von Ägypten.
Erscheinungsort Paris
Größe (cm)22 x 25
ZustandPerfekter Zustand
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

18.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )