Adina Sommer`s antike Landkarten und zeitgenössische Kunst

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Artikel ID ASI1238
Stecher Anonymus
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Zeit ca. 1730
Beschreibung
Karte zeigt die indische Westküste von Kerala (Mallabarküste) mit der Stadt Kochi (früher Cochin) und die Küste von Karnataka (Canara), Goa und die indische Inselgruppe Lakkadiven.
Kerala ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten Indiens . Hauptstadt ist Thiruvananthapuram, das ehemalige Trivandrum. Der Bundesstaat Kerala wurde 1956 nach den Sprachgrenzen des Malayalam geschaffen. Der Name Kerala bedeutet wörtlich „Land der Kokospalmen“. Abgeleitet ist er von den Malayalam-Wörtern kera für Kokospalme, die tatsächlich überall in der Region in großer Zahl zu finden sind, und alam für Land. Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama landete am 20. Mai 1498 nach der ersten erfolgreichen Umsegelung Afrikas am Strand Kappad, etwa 30 km nördlich von Calicut. Zunächst wurde er vom Zamorin freundlich empfangen. Als da Gama jedoch versuchte, das Gewürzmonopol der in Calicut ansässigen Araber an sich zu reißen, verwehrte ihm der Zamorin die erhofften Handelsprivilegien. Da Gama wandte sich daraufhin an den Raja von Cochin, schloss mit ihm ein Bündnis und ließ 1503 in Cochin das erste europäische Fort auf indischem Boden errichten. Auf diese Art und Weise wurden Cochin und Calicut in den bald darauf ausbrechenden Krieg zwischen Portugiesen und Arabern verwickelt. 1506 wurde Afonso de AlbuquerqueGouverneur aller portugiesischen Besitzungen in Indien. Er schuf vorübergehend Frieden mit dem Zamorin, den seine Nachfolger aber wieder brachen. Portugals Einfluss äußerte sich in vielen Lebensbereichen, der Mode, Architektur, der Einführung bestimmter Anbausorten wie Cashewnüssen und Tabak, aber auch in religiöser Intoleranz und Fanatismus. Die Inkompetenz und Bestechlichkeit von Albuquerques Nachfolgern sowie die politische und wirtschaftliche Schwäche des portugiesischen Mutterlandes im späten 16. Jahrhundert führten zum langsamen Niedergang der Macht Portugals in Kerala. Marthanda Varma erbte 1729 die kläglichen Überreste des einst mächtigen Venad. Unter britischen Einfluss geriet Travancore erst, als es 1791 von Mysore bedroht wurde. Nur durch ein Hilfegesuch an die Briten konnte sich Travancore verteidigen, musste aber im Gegenzug die Einsetzung eines Residenten hinnehmen. Fortan war es de facto ein britisches Protektorat, konnte aber formal seine Selbstständigkeit bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 behaupten. Den ersten Handelsvertrag mit dem Zamorin von Calicut schlossen die Engländer 1615. 20 Jahre später erhielten sie die Erlaubnis, alle portugiesischen Häfen in Kerala für ihren Handel anlaufen zu dürfen. Calicut geriet zunehmend unter ihren Einfluss und wurde 1664, nach dem Ausscheiden Portugals als Kolonialmacht in Kerala, englisch. Zwei Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 bildeten die Fürstenstaaten Travancore und Cochin am 1. Juli 1949 die Föderation Travancore-Cochin und vollzogen den Anschluss an Indien.
Größe (cm)61 x 60 cm
ZustandFalz unten etwas restauriert
Koloritkoloriert
TechnikKupferstich

Nachdruck:

51.00 €

( Ein Nachdruck kann auf Anfrage individuell bestellt werden. )